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03.12.2025
06:01 Uhr
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Die Ukraine braucht Geld, die EU will ihr eingefrorenes russisches Vermögen geben. Aber Belgien ist dagegen. Wieso? Und: Irans Hauptstadt Teheran geht das Wasser aus.

Mehr als 200 Milliarden Euro der russischen Staatsbank liegen auf europäischen Konten, wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine ist dieses Geld bis auf Weiteres eingefroren. Russland kommt also nicht an die Milliarden ran. Jetzt steht die Ukraine kurz vor der Zahlungsunfähigkeit, und einige EU-Staatschefs, allen voran Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), fordern, 140 Milliarden Euro dieses russischen Geldes an die Ukraine zu geben. Aber geht das überhaupt? Belgien jedenfalls ist dagegen und will dem Vorhaben der EU-Kommission nicht zustimmen. Wieso das Land die Pläne der EU blockiert, weiß Ulrich Ladurner , Auslandskorrespondent der ZEIT in Brüssel. Dem Iran geht das Wasser aus. Vor allem in der Hauptstadt Teheran sind die Reserven nahezu aufgebraucht. Wenn es nicht bald regnet, könnten 15 Millionen Menschen ohne gesicherte Wasserversorgung sein . Präsident Massud Peseschkian hat bereits gesagt, die Stadt müsse eventuell evakuiert werden – was bei einer Bevölkerung dieser Größe gar nicht machbar wäre. Ein Grund für die Wasserkrise ist der ausgebliebene Herbstregen, dazu kommt aber auch eine jahrelange Misswirtschaft und strukturelle Probleme. Ein Teil des Trinkwassers versickert in undichten Rohren, der Großteil fließt seit Jahrzehnten in die Landwirtschaft. Natürliche Flussläufe wurden für die Landwirtschaft verändert, und im ganzen Land wurden zahlreiche Staudämme gebaut. Wie sich die Situation in Teheran entwickelt hat und was die iranische Regierung jetzt tun kann, beantwortet Omid Rezaee . Er schreibt für die ZEIT über den Iran. Und sonst so? Rage bait ist das britische Wort des Jahres . Moderation und Produktion: Simone Gaul Redaktion: Hannah Grünewald und Ole Pflüger Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier . Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de . Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.