|
01.01.2026
05:54 Uhr
|
Russland behauptet, die Ukraine habe ein Anwesen von Präsident Wladimir Putin mit Drohnen angegriffen. Der US-Geheimdienst kommt laut Berichten zu einem anderen Schluss.

Der US-Geheimdienst CIA geht Medienberichten zufolge davon aus, dass einer der jüngsten Drohnenangriffe der Ukraine nicht den russischen Präsidenten Wladimir Putin oder dessen Residenz zum Ziel hatte. Das berichten das Wall Street Journal sowie die Sender PBS und CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter der US-Regierung. Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf US-Beamte, der umstrittene ukrainische Drohnenangriff habe einem militärischen Ziel in derselben Region wie Putins Residenz gegolten – allerdings nicht in der Nähe des Anwesens. Dies werde auch von einer Analyse der CIA belegt, heißt es. Damit widerspricht der US-Auslandsgeheimdienst Vorwürfen der russischen Regierung . Am Montag hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow die Ukraine beschuldigt, die Residenz in der Region Nowgorod zwischen Moskau und St. Petersburg im Nordwesten Russlands angegriffen zu haben. Dazu hätte das ukrainische Militär in der Nacht zum Montag 91 Drohnen eingesetzt, die von der russischen Luftabwehr jedoch sämtlich abgefangen worden seien. Russland kündigte an, wegen des Vorfalls seine Haltung in den Verhandlungen um einen Frieden in der Ukraine zu überdenken. Trump teilt überraschend kritischen Artikel über Putin Putin hatte sich in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump ebenfalls über den angeblichen Angriff beklagt, woraufhin Trump zunächst der Ukraine Vorhaltungen machte. Am Mittwoch habe ihn aber CIA-Chef John Ratcliffe über die Erkenntnisse des Geheimdienstes unterrichtet, berichteten die Sender PBS und CNN. Daraufhin teilte der US-Präsident dann überraschend einen sehr russlandkritischen Artikel des Boulevardblatts New York Post auf seiner Plattform Truth Social. Das Stück stellt Putin als eigentliche Hürde auf dem Weg zum Frieden dar und geht hart mit ihm ins Gericht. Die Ukraine weist die Vorwürfe Russlands als "Lüge" zurück, mit der die russische Regierung einen Vorwand schaffen wolle, um die Gespräche über eine Friedenslösung zu torpedieren. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland zudem vor, mit den Anschuldigungen neue Angriffe auf Regierungsgebäude in Kyjiw rechtfertigen zu wollen. Am Mittwoch veröffentlichte das russische Verteidigungsministerium ein Video, das den angeblichen Angriff belegen soll . Darin sind Überreste einer Drohne zu sehen, die in einem verschneiten Waldgebiet liegt und bei dem Angriff eingesetzt und abgeschossen worden sein soll. Zudem wurde ein weiteres Video veröffentlicht, in dem ein Generalmajor unter anderem die Orte, die genauen Uhrzeiten und die Flugrouten einzelner Drohnen in der Nacht auf den 29. Dezember auflistet. Alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine lesen Sie in unserem Liveblog .