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08.12.2025
09:12 Uhr
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Ukrainische Behörden berichten vom "kritischen" Schaden an einem Staudamm unweit der Stadt Charkiw. Zugleich rückten ukrainische Truppen bei Kostjantyniwka vor.

Russische Streitkräfte haben einen Staudamm in der Region Charkiw bei einem direkten Angriff schwer beschädigt. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Am Sonntag traf eine russische Rakete den Petschenihi-Staudamm , der sich südöstlich der Regionalhauptstadt Charkiw und ungefähr 40 Kilometer von der Front entfernt befindet. Im Zuge des Angriffs stellten die Behörden vor Ort den Verkehr über den Stausee ein . Nach Angaben einer ukrainischen Einheit, die in der Region Charkiw unterwegs ist, dürfte der Schaden an dem Damm "kritisch" sein ; allerdings hatten ukrainische Streitkräfte schon seit langem Notfallpläne für den Fall eines Angriffs auf den Damm entwickelt. Russische Streitkräfte griffen ebenfalls eine Brücke nahe der Siedlung Starji Saltiw an, die östlich der Stadt Charkiw auf dem Westufer des Stausees liegt. Zugleich zerstörten ukrainische Streitkräfte einen weiteren Staudamm im ukrainischen Besitz in der Region Donezk. Dieser Damm befindet sich am nordöstlichen Rand des Dorfes Prywillja , die nordöstlich der Stadt Kostjantyniwka liegt. Das ISW schätzt ein, dass das Ziel des Angriffs darin bestand, weitere russische Vorstöße nordöstlich von Prywillja zu erschweren. Ukrainische Kräfte erzielten ebenfalls in den vergangenen Tagen einen Vorstoß nahe Kostjantyniwka. Geolokalisierten Aufnahmen zufolge drangen sie im Nordwesten des Dorfes Iwanopillja vor, das südlich der Stadt liegt. Russische Kräfte griffen in der Nähe des Dorfes an. Nach Angaben eines russischen Militärbloggers schlugen ukrainische Kräfte Einheiten bei den Siedlungen Klynowe und Besimjane zurück, die jeweils östlich und nördlich von Kostjantyniwka liegen. Russische Streitkräfte rückten ebenfalls im Westen der Region Saporischschja vor. Geolokalisierte Aufnahmen deuten auf einen russischen Vorstoß am östlichen Rand des Dorfes Dobropillja hin, das nördlich der Stadt Huljaipole liegt. Russische Militärblogger berichteten in den vergangenen Tagen von ukrainischen Gegenangriffen innerhalb des Dorfes sowie bei Huljaipole selbst. Russische Drohnenangriffe nahmen auch eine Brücke an der Grenze zwischen den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk ins Visier. Geolokalisierte Aufnahmen zeigen Angriffe auf eine verminte Brücke über den Fluss Haitschur nördlich von Huljaipole. So sollten laut ISW die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte am Ostufer des Flusses unterbrochen und die Truppen isoliert werden.