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18.08.2026
12:21 Uhr
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Bei einem russischen Raketenangriff sind nach ukrainischen Behördenangaben im östlichen Gebiet Charkiw mindestens zehn Menschen getötet worden. Bei dem Luftschlag in Petschenihy rund 55 Kilometer östlich von Charkiw seien auch mindestens 18 Menschen verletzt worden, teilte der Gebietsgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Zuvor war von acht Verletzten die Rede gewesen. Es sei zivile Infrastruktur beschädigt worden, darunter zehn Privathäuser, ein Café und Geschäfte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den «brutalen Angriff auf eine belebte Kreuzung». Dort gebe es eine Post, Geschäfte und in der Umgebung ausschließlich Wohnhäuser. «Die Umstände dieser Tragödie werden derzeit aufgeklärt», teilte Selenskyj bei Telegram mit. «Wir werden auf diesen russischen Angriff unbedingt reagieren.» Zugleich rief er die Verbündeten der Ukraine dazu auf, Kiews «militärische Reaktionen durch eigene Maßnahmen zu ergänzen, um Druck auf Russland auszuüben». Russland und die Ukraine haben ihre gegenseitigen Luftangriffe deutlich verstärkt. Experten sprechen von einer Eskalation der Gewalt auf beiden Seiten. Russland griff zuletzt verstärkt mit Marschflugkörpern und Raketen an, während die Ukraine überwiegend auf immer schnellere und weitreichende Drohnen, aber auch auf Marschflugkörper setzt. Toter und viele Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff Die russischen Besatzungsbehörden im ukrainischen Gebiet Saporischschja wiederum meldeten am Morgen einen Drohnenangriff Kiews auf eine Bushaltestelle in der Stadt Enerhodar. Ein Mensch sei bei der Attacke getötet worden; es gebe auch 15 Verletzte, teilte der von Moskau eingesetzte Gebietsgouverneur Jewgeni Balizki bei Telegram mit. Er sagte, die Menschen hätten gerade auf den Bus zur Arbeit gewartet, als Kiew den Drohnenangriff ausgeführt habe. In Moskau teilte das zentrale Ermittlungskomitee mit, dass ein Strafverfahren wegen des Terroranschlags eingeleitet worden sei. Die Angaben der Kriegsparteien sind unmittelbar von unabhängiger Seite nicht zu überprüfen. Russland hatte seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine vor viereinhalb Jahren begonnen. Kiew wehrt sich gegen diese Invasion mit westlicher militärischer Hilfe. © dpa-infocom, dpa:260818-930-544853/4