Zeit 26.11.2025
22:19 Uhr

USA: Zwei Nationalgardisten durch Schüsse in Washington getötet


Nahe dem Weißen Haus ist auf zwei Angehörige der Nationalgarde geschossen worden. Laut Gouverneur Patrick Morrisey erlagen beide ihren Verletzungen.

USA: Zwei Nationalgardisten durch Schüsse in Washington getötet
In der Nähe des Weißen Hauses in Washington, D.C., sind zwei Nationalgardisten durch Schüsse getötet worden. Wie der Gouverneur des US-Bundesstaats, Patrick Morrisey, auf der Plattform X mitteilte, erlagen die beiden Soldaten ihren Verletzungen. Angaben der Polizei zufolge wurde ein Verdächtiger festgenommen. US-Präsident Donald Trump hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf seinem Golfplatz in West Palm Beach im US-Bundesstaat Florida auf. Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social zunächst mitgeteilt, dass beide Nationalgardisten schwer verletzt und in zwei verschiedene Krankhäusern gebracht worden seien. Der mutmaßliche Täter, der auf die Nationalgardisten geschossen habe, sei ebenfalls schwer verletzt und werde einen "sehr hohen Preis zahlen müssen." Zuerst hatte Heimatschutzministerin Kristi Noem auf X über den Vorfall berichtet . Bevölkerung soll Innenstadt meiden Eine Sprecherin des Präsidialamts teilte mit, der Sitz des Präsidenten sei abgeriegelt worden. Die Polizei rief die Bevölkerung in Washington D. C. auf, die Innenstadt zu meiden. Der Flughafen Ronald Reagan stellte den Betrieb aus Sicherheitsgründen vorübergehend ein, inzwischen läuft er nach Angaben des Betreibers wieder regulär. Trump hatte im Sommer die Entsendung von mehr als 2.000 Nationalgardisten nach Washington D.C. angeordnet und dies damit begründet, die Hauptstadt bekomme die Kriminalität nicht unter Kontrolle. Kriminalitätsstatistiken stützen diese Darstellung nicht. Die Hauptstadt ging juristisch gegen die Stationierung vor. Eine Bundesrichterin erklärte den Einsatz zuletzt für nicht rechtens und ordnete an, ihn zu beenden. Sie setzte ihre Entscheidung jedoch für drei Wochen aus, damit die Trump-Regierung in Berufung gehen kann. Die Anordnung bleibt damit bis zum 11. Dezember außer Kraft. Die Nationalgarden der US-Bundesstaaten sind militärische Reserveeinheiten und Teil der US-Streitkräfte. Sie stehen normalerweise unter der Kontrolle der Bundesstaaten und kommen etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder anderen Notlagen zum Einsatz. In bestimmten Situationen kann jedoch auch der US-Präsident das Kommando übernehmen. Für den Hauptstadtbezirk Washington D. C. gelten dabei Sonderregeln.