Zeit 11.12.2025
13:52 Uhr

USA: USA wollen mehr Social-Media-Aktivitäten von Einreisenden prüfen


Um in die USA einreisen zu dürfen, sollen Menschen künftig ihre Aktivitäten in sozialen Medien aus bis zu fünf Jahren offenlegen. Das könnte auch WM-Fans betreffen.

USA: USA wollen mehr Social-Media-Aktivitäten von Einreisenden prüfen
Das US-Heimatschutzministerium will künftig die Online-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahren von einreisewilligen Menschen durchleuchten. Das geht aus einem Änderungsantrag des Ministeriums für die Nutzung der Daten aus den elektronischen Anträgen zur visumfreien Einreise (Esta) hervor. Der Antrag ist im Bundesregister öffentlich zugänglich. Überprüft werden sollen unter anderem die Aktivitäten auf Plattformen wie TikTok, X oder Instagram. Die Regelverschärfung würde alle Besucher betreffen, die mittels Esta-Antrag in die USA einreisen wollen. Dabei handelt es sich um die visafreie Genehmigung für Touristen und Geschäftsreisende aus 40 Ländern – darunter Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Irland und Japan. Mit dieser Genehmigung ist ein Aufenthalt von 90 Tagen in den USA möglich. Auf die Überprüfung ihrer Social-Media-Aktivitäten müssen sich somit auch Fußballfans gefasst machen, die Spiele der Fußball-WM im kommenden Jahr sehen wollen. US-Behörde will vor "ausländischen Terroristen" schützen Die US-Regierung hat laut einem Bericht der Washington Post schon seit August ihre Überprüfung von Visa-Inhabern verstärkt. Dem Bericht zufolge wurden Millionen Menschen, nachdem sie bereits eingereist waren, auf ihre Aktivitäten in sozialen Medien hin überprüft. Damals sollten der Washington Post zufolge die Überschreitung der Aufenthaltsdauer oder kriminelle Aktivitäten aufgedeckt werden und deshalb Visas entzogen werden. Die geplante Änderung der Datensammlung für Esta Anträge soll dem Heimatschutzministerium zufolge "vor ausländischen Terroristen und anderen Bedrohungen für die nationale und öffentliche Sicherheit" schützen. Abgesehen von den Social-Media-Daten, sollen andere Daten umfassender überprüft werden. Dazu zählen unter anderem die Telefonnummern und E-Mail-Adressen, die kontaktiert wurden. Auch die US-Einwanderungs- und Einbürgerungsbehörde hat ähnliche Maßnahmen angekündigt. Immigranten sollen bei der Stellung eines Antrags auf "antiamerikanische" Äußerungen im Internet durchsucht werden.