Zeit 21.11.2025
08:53 Uhr

USA: US-Gesundheitsbehörde suggeriert Verbindung von Impfungen und Autismus


Dass Impfungen Autismus auslösen können, ist wissenschaftlich widerlegt. Die US-Gesundheitsbehörde zweifelt das jetzt trotzdem an. Kritik kommt auch von Republikanern.

USA: US-Gesundheitsbehörde suggeriert Verbindung von Impfungen und Autismus
Die US-Gesundheitsbehörde CDC sorgt mit Aussagen zu Autismus auf ihrer Website für Kritik. "Die Behauptung 'Impfstoffe verursachen keinen Autismus' ist keine evidenzbasierte Behauptung", ist seit Neustem auf der Behördenwebsite zu lesen. Studien hätten die Möglichkeit, dass Impfstoffe für Kleinkinder Autismus verursachen, nicht ausgeschlossen. Untersuchungen, die eine solche Verbindung stützten, seien von Gesundheitsbehörden ignoriert worden, so lautet die Behauptung. Die These, Impfungen könnten Autismus auslösen, ist wissenschaftlich widerlegt . Entsprechend stand zuvor auch auf der CDC-Website, dass Studien gezeigt hätten, dass es "keinen Zusammenhang" zwischen Impfungen und Autismus gebe. Donald Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. ist allerdings Impfgegner und behauptete in der Vergangenheit wiederholt, dass Impfungen Autismus auslösen würden. Die ehemalige CDC-Leiterin Susan Monarez wurde im August nach kurzer Amtszeit abgesetzt . Ihren Angaben zufolge wurde sie von Kennedy Jr. aus dem Amt gedrängt, weil sie sich geweigert habe, wissenschaftliche Standards zu missachten. Republikanischer Senator bezeichnet Inhalte als "unverantwortlich" Die gemeinnützige Autism Science Foundation zeigte sich entsetzt von den Aussagen auf der CDC-Website. Diese seien "nun voll mit impfkritischer Rhetorik und glatten Lügen über Impfungen und Autismus sind", teilte die Stiftung mit. Die Wissenschaft belege eindeutig, dass Impfungen keinen Autismus verursachten. Der republikanische US-Senator Bill Cassidy schrieb auf der Plattform X, er sei Arzt und habe Menschen an Krankheiten sterben sehen, die durch Impfungen hätten verhindert werden können. "Was Eltern jetzt hören müssen, ist, dass Impfstoffe gegen Masern, Kinderlähmung, Hepatitis B und andere Kinderkrankheiten sicher und wirksam sind und keinen Autismus verursachen werden." Alle Statements, die dem widersprächen, seien "falsch" und "unverantwortlich". US-Präsident Donald Trump hatte im September ebenfalls entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Verbindung zwischen Schmerzmitteln und Autismus gezogen .