Zeit 21.01.2026
20:45 Uhr

USA: US-Einwanderungsbehörde startet Razzien in US-Bundesstaat Maine


Im US-Bundesstaat Maine gehen ICE-Agenten gegen somalische Einwanderer vor. 1.400 Menschen sollen festgenommen werden.

USA: US-Einwanderungsbehörde startet Razzien in US-Bundesstaat Maine
Die US-Einwanderungsbehörde ICE hat im Bundesstaat Maine Einwanderungskontrollen gestartet. Die Razzien richteten sich gegen somalische Einwanderer, berichteten die Nachrichtenagentur Reuters und die New York Times unter Berufung auf zwei US-Beamte. Mehr als hundert ICE-Agenten seien diese Woche in Maine angekommen. "Wir haben hier in Maine etwa 1.400 Zielpersonen", sagte Patricia Hyde, stellvertretende Direktorin von ICE, dem Sender Fox News. Demnach wurden am Dienstag bereits 50 Menschen festgenommen. Am Mittwoch sollte es weitere Festnahmen geben. In der vergangenen Woche hatte die demokratische Gouverneurin von Maine, Janet Mills, vor einem ICE-Einsatz in dem Bundesstaat gewarnt. "Wenn sie vorhaben, den Menschen ihre Bürgerrechte – ihre bürgerlichen Freiheiten auf unseren Straßen und in unseren Städten und Gemeinden – zu nehmen, dann sind sie hier nicht willkommen", sagte Mills. US-Präsident Donald Trump hat seit Mitte 2025 die Zahl der ICE-Einsätze in von Demokraten geführten Städten und Bundesstaaten erhöht. Das häufig aggressive und gewaltsame Vorgehen der ICE-Beamten führte zuletzt zu zahlreichen Protesten – etwa in Minneapolis. Hier hatte ein ICE-Agent Anfang Januar die 37-jährige unbewaffnete Renée Good getötet.