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02.12.2025
19:24 Uhr
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Die Entsendung der Nationalgarde durch US-Präsident Trump in demokratisch regierte US-Städte steht in der Kritik. Trotzdem will er sie auch nach New Orleans schicken.

US -Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Nationalgarde nach New Orleans im Bundesstaat Louisiana zu entsenden. Das sagte er in einer Kabinettssitzung. Der US-Präsident hatte bereits im September damit gedroht, Soldaten in die von einer demokratischen Bürgermeisterin regierten Stadt zu schicken. Der republikanische Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, hatte zuvor im Fernsehen gesagt, er habe mit Trump über eine Entsendung der Soldaten gesprochen. Beide geben eine hohe Kriminalitätsrate in der Stadt als Grund dafür an. Der US-Präsident hat die Nationalgarde bereits in zahlreiche demokratisch regierte US-Städte geschickt : nach Los Angeles, Memphis, Washington D. C., Chicago und Portland. In mehreren Fällen urteilten Gerichte jedoch gegen ein Einsetzen der Nationalgarde durch Trump. Kriminalitätsrate sinkt seit Jahren Bei der Nationalgarde handelt es sich um militärische Reserveeinheiten und Teil der US-Streitkräfte, die im Normalfall der Kontrolle der Bundesstaaten unterstehen. Sie werden etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder anderen Notlagen eingesetzt. In bestimmten Situationen kann jedoch auch der US-Präsident das Kommando übernehmen. Die Bürgermeisterin von New Orleans, LaToya Cantrell, gab in einem gemeinsamen Statement mit der Polizei der Stadt bekannt, dass sie konsequent mit den Partnern auf der Bundesebene, darunter der Louisiana State Police, zusammengearbeitet habe. Dieser kooperative Ansatz habe maßgeblich zum Erfolg bei der Verbrechensbekämpfung beigetragen, teilten sie mit. Offizielle Daten der Stadt zeigen , dass die Kriminalitätsrate der Stadt in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken ist.