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30.01.2026
09:22 Uhr
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Der US-Präsident hatte seine Steuerunterlagen nicht veröffentlicht, ein Ex-Mitarbeiter der Steuerbehörde leakte sie. Dafür fordern die Trumps nun Schadensersatz.

US-Präsident Donald Trump und seine beiden ältesten Söhne haben das US-Finanzministerium und die US-Steuerbehörde IRS wegen der unerlaubten Weitergabe von Steuerunterlagen verklagt. Die IRS und das Ministerium hätten die "vertraulichen Steuererklärungen der Kläger" nicht ausreichend geschützt, heißt es in der Klageschrift an ein Gericht im Bundesstaat Florida. Sie fordern mindestens zehn Milliarden Dollar Schadenersatz (etwa 8,4 Milliarden Euro). Trump hatte seine Steuerunterlagen im Gegensatz zu seinen Vorgängern jahrelang unter Verschluss gehalten. Sie wurden jedoch während seiner Amtszeit geleakt. In der Klage wird einem damaligen Mitarbeiter der IRS vorgeworfen, sich während Trumps erster Amtszeit unrechtmäßig Zugang zu Steuerdaten der Trump Organization verschafft und diese an "linksgerichtete Medien" weitergegeben zu haben. Diese unrechtmäßige Offenlegung vertraulicher Steuererklärungen sei entweder vorsätzlich oder grob fahrlässig erfolgt. Vorwurf der Rufschädigung "Die Beklagten haben den Klägern Ruf- und finanziellen Schaden zugefügt, sie öffentlich bloßgestellt, ihren geschäftlichen Ruf unfairerweise beschädigt, sie in einem falschen Licht dargestellt und das Ansehen von Präsident Trump und den anderen Klägern in der Öffentlichkeit negativ beeinflusst", heißt es in der Klageschrift. Trump verklagt damit als Privatperson eine Behörde, die seiner Regierung unterstellt ist. Der ehemalige IRS-Mitarbeiter Charles Littlejohn hatte sich 2023 schuldig bekannt, Trumps Steuererklärungen weitergegeben zu haben. Er verbüßt derzeit eine fünfjährige Haftstrafe. Die New York Times hatte im September 2020 mitten im Präsidentschaftswahlkampf unter Berufung auf die jahrelang geheim gehaltenen Steuerunterlagen Trumps berichtet , dieser habe im Wahljahr 2016 und in seinem ersten Amtsjahr 2017 nur jeweils 750 Dollar an die Bundessteuerbehörde gezahlt. In 10 der vorangegangenen 15 Jahren zahlte der Präsident demnach gar keine Bundeseinkommensteuer. 2022 wurde seine Steuererklärung nach jahrelangem Rechtstreit vom Kongress rechtmäßig veröffentlicht .