|
03.12.2025
09:03 Uhr
|
Iran, Somalia, Libyen – Menschen unter anderem aus diesen Staaten erhalten in den USA vorerst keine Greencard oder Asyl. Die Regierung will alle Anträge erneut prüfen.

Die USA haben alle Einwanderungsanträge von Menschen aus 19 Ländern gestoppt. Dies geht aus einer Mitteilung des US-Heimatschutzministeriums hervor. Als Grund werden Sicherheitsbedenken angegeben. Dabei wird auch der Angriff auf zwei Nationalgardisten in Washington genannt, der mutmaßlich von einem Afghanen verübt wurde. Dabei war eine Soldatin getötet worden. Der nun verhängte Stopp für Einreiseanträge betrifft teilweise Länder, gegen die US-Präsident Donald Trump im Juni bereits Einreisebeschränkungen verhängt hatte. Die neue Direktive bezieht sich auf Trumps sogenannte Proklamation 10949, in der er die Einreise aus 19 Staaten eingeschränkt hatte. Darin werden Länder teils als "Terrorstaaten" bezeichnet. Betroffen von dem Antragsstopp sind unter anderem folgende Staaten: Afghanistan Burundi Haiti Iran Jemen Kuba Myanmar Somalia Sudan Venezuela Die Einwanderungsbehörden sollen innerhalb von 90 Tagen alle Anträge aus diesen Ländern durchgehen und anschließend festlegen, wer möglicherweise noch einmal zu einer Anhörung vorgeladen wird. Bis dahin werden alle Prozesse gestoppt. Die New York Times berichtet, dass schon Einbürgerungszeremonien und Termine für Greencard-Interviews abgesagt wurden . Zuvor waren als Reaktion auf den Angriff in Washington, D. C. sämtliche Asylverfahren ausgesetzt worden . Der mutmaßliche Angreifer, ein 29-jähriger Afghane, wurde festgenommen und wegen Mordes angeklagt. Sein Motiv ist bislang unklar.