Zeit 28.01.2026
16:06 Uhr

USA: Mindestens 50 Tote durch extreme Kälte in den USA


In den USA sind mindestens 50 Menschen an den Folgen eines Wintersturms und eisiger Kälte gestorben. Für das Wochenende warnen Meteorologen vor weiterem Schneefall.

USA: Mindestens 50 Tote durch extreme Kälte in den USA
Infolge eisiger Temperaturen und eines schweren Wintersturms sind in den USA mindestens 50 Menschen gestorben. Unter den Toten sind drei Brüder im Alter von sechs, acht und neun Jahren, die in Bonham im Bundesstaat Texas auf einem Privatteich im Eis einbrachen, teilte das Sheriffbüro in Fannin County mit. Die Kälte hielt nach einem Wintersturm, der von Arkansas bis New England auf mehr als 2.100 Kilometern für Schneefall sorgte und Teile des Südens mit Eis überzog, auch zur Wochenmitte an. Der demokratische Gouverneur des Bundesstaats Kentucky, Andy Beshear, warnte vor so niedrigen Temperaturen, dass bereits zehn Minuten im Freien zu Erfrierungen oder Unterkühlung führen könnten. Weiterer Sturm am Wochenende möglich Laut nationalem Wetterdienst dürfte sich die Lage im Osten des Landes am Freitag und Samstag weiter verschärfen. Am Wochenende könne ein weiterer Wintersturm die Ostküste treffen. Mit neuen Tiefstwerten sei bis hinunter nach Florida zu rechnen. An einigen Orten könnten die niedrigsten Temperaturen seit Jahren gemessen werden, möglicherweise handele es sich um die längste Kälteperiode seit Jahrzehnten. Insgesamt meldeten etwa ein Dutzend Bundesstaaten Tote durch die Kälte. In New York wurden nach Angaben der Stadtverwaltung zehn Leichen im Freien entdeckt. Einsatzteams bemühten sich, die Stromversorgung für 410.000 Haushalte und Betriebe wiederherzustellen. Mehr als die Hälfte der Ausfälle betraf die Bundesstaaten Tennessee und Mississippi. Flugverkehr normalisiert sich Gesundheitsbehörden warnten davor, Gasherde zum Heizen zu benutzen, weil dies die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung erhöhe. Mindestens eine tödliche Vergiftung dieser Art wurde in Louisiana gemeldet. Im Flugverkehr zeichnete sich unterdessen eine Normalisierung ab: Nachdem am Wochenende mehr als 17.000 Flüge abgesagt worden waren, rechnete der Analysedienst FlightAware für Mittwoch noch mit etwa 500 Absagen.