Zeit 29.01.2026
10:12 Uhr

USA: Mann fährt mit Auto in jüdische Einrichtung in New York


Ein jüdisches Zentrum in New York war Ziel eines möglichen Angriffs. Mit seinem Auto fuhr ein Mann in die Einrichtung, sein Motiv ist derzeit unklar.

USA: Mann fährt mit Auto in jüdische Einrichtung in New York
In New York City hat ein Mann den Eingang eines jüdischen Glaubenszentrums mit seinem Auto gerammt. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt, der Fahrer wurde festgenommen. Der Mann fuhr gegen die Tür des Gebäudes, setzte dann zurück und gab erneut Gas, teilte die New Yorker Polizeichefin Jessica Tisch mit. Währenddessen hatten sich in dem Glaubenszentrum Menschen zum Gebet versammelt. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend. Bei der Einrichtung handelt es sich um den weltweiten Hauptsitz der jüdischen Bewegung Chabad-Lubawitsch in Brooklyn . Diese ist Teil des Chassidismus, einer Strömung des ultraorthodoxen Judentums. In dem Auto des Fahrers wurden laut Polizei keine Waffen gefunden. Das genaue Motiv des Fahrers ist bislang nicht bekannt. Der Vorfall werde aber als mögliches Hassverbrechen untersucht, hieß es. "Das ist sehr alarmierend, besonders angesichts der tiefen Bedeutung und Geschichte der Institution für so viele in New York und auf der ganzen Welt", sagte der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani . Jede Bedrohung einer jüdischen Einrichtung müsse ernst genommen werden. "Antisemitismus hat in unserer Stadt keinen Platz", sagte Mamdani. Vorfall an 75. Jahrestag Unterdessen hat die Polizei nach Angaben der Polizeichefin die Sicherheitsvorkehrungen rund um Gotteshäuser in der ganzen Stadt verstärkt. Sie kündigte eine stärkere Präsenz von unter anderem uniformierten Beamten, aber auch spezielle Patrouillen und Ressourcen zur Terrorismusbekämpfung an. Der Bezirksstaatsanwalt von Brooklyn, Eric Gonzalez, schrieb auf X: "Es hätte viel schlimmer ausgehen können, und ich bin dankbar, dass niemand verletzt wurde". Der Vorfall ereignete sich zum 75. Jahrestag des Tages, an dem Rabbi Menachem Mendel Schneerson Anführer der Lubawitsch-Bewegung wurde. Wie die New York Times berichtete , hatten sich nach Angaben von Rabbi Avi Winner Tausende Anhänger der Glaubensrichtung in dem Gebäude versammelt. Mit ihrer gotischen Fassade gilt das hundert Jahre alte Gebäude laut New York Times als spiritueller Mittelpunkt der Bewegung. An vielen Orten wurden Nachbildungen errichtet. Dem Sprecher von Chabad-Lubawitsch, Motti Seligson, zufolge wurden durch das Fahrzeug einige der Türen beschädigt.