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08.02.2026
06:45 Uhr
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Ein 18 Monate altes Mädchen wird in einem US-Einwanderungsgefängnis schwer krank. Das Kind sei fast gestorben, sagt die Anwältin nach der Freilassung der Familie.

Nach einer Klage wegen verweigerter medizinischer Versorgung ist ein 18 Monate altes Mädchen zusammen mit seinen Eltern in den USA aus einem Einwanderungsgefängnis entlassen worden. Dies geht aus einer im US-Bundesstaat Texas eingereichten Klageschrift hervor. "Die kleine Amalia hätte niemals inhaftiert werden dürfen. Sie wäre in Dilley fast gestorben", sagte die Anwältin der Familie, Elora Mukherjee. Laut der Klageschrift befand sich die Familie seit Dezember in einer Haftanstalt der US-Einwanderungsbehörde ICE im texanischen Dilley. US-Medienberichten zufolge handelt es sich um eine Einrichtung, in der Eltern und Kinder wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Einwanderungsgesetze festgehalten werden. Im Januar wurde das Mädchen laut der Klageschrift schwer krank in ein Krankenhaus gebracht. Die Ärzte diagnostizierten bei ihr Covid-19 , das Respiratorische Synzytial-Virus ( RSV ), eine virale Bronchitis und eine Lungenentzündung. Das Mädchen verbrachte zehn Tage im Krankenhaus. Nach ihrer Entlassung erhielten die Eltern ein Inhalationsgerät und ein Medikament für das Kind. Diese seien ihnen jedoch bei ihrer Rückkehr von den Mitarbeitern des Haftzentrums abgenommen worden. Das Heimatschutzministerium äußerte sich bisher nicht zu dem Fall. Berichte über katastrophale Haftbedingungen Die Eltern stammen aus Venezuela und leben der Klageschrift zufolge seit 2024 in den USA. Das Mädchen ist mexikanische Staatsbürgerin. Die Familie beabsichtigt, in den USA Asyl zu beantragen. Hunderte Kinder und Familien in der Haftanstalt in Dilley hätten keinen ausreichenden Zugang zu Trinkwasser, gesunder Nahrung, Bildung oder angemessener medizinischer Versorgung und sollten freigelassen werden, sagte Anwältin Mukherjee. Mehrere Menschen sind bereits in der Haft gestorben oder getötet worden . Die Einrichtung in dem Ort Dilley war zuletzt wegen der Inhaftierung eines Fünfjährigen in die Schlagzeilen geraten. Anfang der Woche gab es zudem einen Masernausbruch.