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08.12.2025
10:55 Uhr
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Der US-Präsident befürchtet eine zu große Marktmacht bei einer Übernahme von Warner Brothers durch Netflix. Er selbst steht einem unterlegenen Konkurrenzunternehmen nahe.

US-Präsident Donald Trump will sich in die Prüfung der geplanten Fusion von Netflix und Warner Bros. Discovery einschalten. Ein möglicher hoher Marktanteil des fusionierten Unternehmens könne Bedenken aufwerfen, sagte Trump in Washington, D. C. "Ich werde an dieser Entscheidung beteiligt sein", sagte der US-Präsident. In Washington äußerte er gegenüber Journalisten Bedenken an der möglicherweise zu hohen Marktmacht der fusionierten Unternehmen. Ob er der Fusion letztlich zustimme oder nicht, sagte Trump nicht. Der Streaming-Anbieter Netflix plant, die Studios und Streamingangebote von Warner Bros. Discovery für rund 83 Milliarden US-Dollar (71 Milliarden Euro) zu übernehmen. Die Fernsehsender, darunter der Nachrichtensender CNN, sollen ausgegliedert werden. Konkurrent Paramount ging von Sieg aus Trump steht mit dem konkurrierenden Konzern Paramount in Verbindung. Das Unternehmen hatte im Wettstreit um die Übernahme das Nachsehen gegenüber Netflix . Paramount selbst wurde vor Kurzem von Milliardär Larry Ellison gekauft. Er veranstaltete bereits Spendenveranstaltungen für die Trump-Kampagne und unterhält gute Beziehungen zu ihm. Anders als Netflix plante Paramount, den gesamten Warner-Brothers-Komplex aufzukaufen. Da sich der TV-Sender CNN häufig kritisch zu Trump äußerte, wurde spekuliert, ob der US-Präsident deshalb eine Übernahme des von Larry Ellison geführten Konzerns bevorzugte. Schon bei Paramount-Sender CBS gab es kurz nach der Übernahme durch den Milliardär Änderungen in der Nachrichtenredaktion. Medienberichten zufolge ging Paramount aufgrund dieser Beziehungen davon aus, den Zuschlag zu erhalten. Laut dem Finanzdienst Bloomberg war aber Netflix-Co-Chef Ted Santos Mitte November im Weißen Haus, um mit dem US-Präsidenten über die Fusion zu sprechen. Santos und Trump sollen sich offenbar geeinigt haben, und der Zuschlag soll Berichten zufolge an den Höchstbietenden gehen. In der US-Filmbranche wird die Fusion kritisch gesehen. Regisseur James Cameron sagte im Podcast The Town, eine Übernahme durch Netflix wäre eine "Katastrophe". Netflix könne das Kinogeschäft künftiger Produktionen stark einschränken.