|
26.11.2025
15:46 Uhr
|
ICE-Agenten haben einem Medienbericht zufolge eine Frau aus dem familiären Umfeld von Trump-Sprecherin Karoline Leavitt festgenommen. Es geht um die Mutter ihres Neffen.

Die US-Migrationsbehörde ICE hat Medienberichten zufolge eine Frau aus dem familiären Umfeld von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt festgenommen. Demnach ist die Mutter von Leavitts Neffen aus der Stadt Revere in Massachusetts nach Louisiana in eine ICE-Abschiebeeinrichtung gebracht worden. Die Frau habe mit Leavitts Bruder Michael einen Sohn aus einer vergangenen Beziehung. Ein Mitarbeiter der US-Regierung bestätigte gegenüber dem Lokalsender WBUR die familiäre Verbindung. Die Sprecherin des Weißen Hauses selbst äußerte sich nicht zu dem Fall. Laut CNN soll sie seit Jahren keinen Kontakt mehr zu der Frau haben. Leavitts Neffe hat seit der Festnahme keinen Kontakt zur Mutter US-Medien berichten weiter, dass die aus Brasilien stammende Frau nicht mit dem Jungen zusammengewohnt hat. Der Elfjährige lebe schon immer fest bei seinem Vater in New Hampshire, habe aber weiterhin Kontakt zur Mutter gehabt. Seit der Festnahme sollen die beiden aber laut CNN nicht mehr miteinander gesprochen haben. Über den genauen Status der Frau gibt es unterschiedliche Angaben. Das Heimatschutzministerium sagte, sie habe sich illegal in den USA aufgehalten, weil ihr Touristenvisum 1999 abgelaufen sei. Sie sei bereits wegen Körperverletzung verhaftet worden und befinde sich derzeit in einem Ausweisungsverfahren, so das Ministerium. Unklarer Aufenthaltsstatus Der Anwalt der Frau sagte hingegen, sie sei über das DACA-Programm als Kind in die USA gebracht worden. Dabei handelt es sich um einen Schutzstatus für Menschen, die als Kinder irregulär mit ihren Eltern in die USA einreisten. Deshalb habe sie einen vorübergehenden Schutz vor Abschiebung. Den Status kann allerdings entzogen werden, etwa wenn sich die Person etwas zuschulden kommen lässt. US-Präsident Donald Trump hatte während seiner ersten Amtszeit versucht, das Programm zu beenden. Die Frau konnte ihren Status nach Angaben ihres Anwaltes deshalb nicht verlängern. Derzeit befinde sie sich aber mitten in einem "rechtmäßigen Einwanderungsverfahren" zur Erlangung der US-Staatsbürgerschaft. Das harte Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE steht seit Monaten in der Kritik. Razzien finden zunehmend auch in Schulen, Kitas oder Kirchen statt . Orte wie diese waren bisher von solchen Aktionen ausgenommen. Außerdem tragen die Agenten oft keine Erkennungszeichen und sind deshalb schwer zu identifizieren. Im Bundesstaat Kalifornien gelten seit September deshalb strengere Regeln , auch Großstädte wie Chicago wehren sich gegen das Vorgehen der Behörde .