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27.01.2026
03:24 Uhr
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Der US-Präsident hat angekündigt, er werde Zölle auf Autos und andere Güter aus Südkorea von 15 auf 25 Prozent erhöhen. Grund: Das Land setze ein Abkommen nicht zügig um.

US-Präsident Donald Trump hat eine Zollerhöhung für importierte Waren aus Südkorea angekündigt. Als Grund nannte er auf seiner Onlineplattform, dass das südkoreanische Parlament ein im Oktober beschlossenes Handelsabkommen zwischen den USA und Südkorea noch immer nicht ratifiziert habe. Die Zölle auf Autos, Holz und Pharmaprodukte – sowie "alle anderen reziproken Zölle " – würden von 15 auf 25 Prozent steigen, schrieb Trump. Die südkoreanische Regierung reagierte überrascht auf die Ankündigung. Südkorea sei vorab nicht über die Zollerhöhung informiert worden, teilte das Präsidialbüro in Seoul mit. Man habe bislang keine weiteren Details erhalten. Handelsminister Kim Jung Kwan, der sich derzeit in Kanada aufhält, werde "so bald wie möglich" für Gespräche mit US-Handelsminister Howard Lutnick nach Washington, D. C. aufbrechen. Die Regierungen der USA und Südkorea hatten sich im Oktober vergangenen Jahres auf ein Handelsabkommen verständigt . Darin erklärte sich Südkorea bereit, insgesamt 350 Milliarden US-Dollar zu zahlen, um eine Verringerung der US-Zölle auf südkoreanische Exporte in die USA zu erkaufen. Rund 150 Milliarden Dollar der Summe sollten für gemeinsame Projekte im Schiffsbau verwendet werden. Die Autoindustrie macht 27 Prozent der südkoreanischen Exporte in die USA aus; fast die Hälfte der Autoexporte des Landes geht in die USA. Eine Rückkehr zu einem höheren Zollsatz würde südkoreanische Exporte zudem gegenüber Volkswirtschaften wie Japan und der EU benachteiligen, die beide Abkommen über US-Zölle in Höhe von 15 Prozent geschlossen haben.