Zeit 14.08.2026
01:03 Uhr

US-Zölle: Trump ordnet hohe Zölle auf Drohnen und ihre Bauteile an


Drohnen ausländischer Unternehmen sind Donald Trump zufolge ein Sicherheitsrisiko für die USA. Bestimmte Modelle will er deshalb künftig mit 100 Prozent bezollen.

US-Zölle: Trump ordnet hohe Zölle auf Drohnen und ihre Bauteile an
US-Präsident Donald ​Trump hat Zölle auf den Import von Drohnen und deren Bauteilen verhängt. Das teilte die US-Regierung mit. Demnach habe Trump eine entsprechende ​Anordnung bereits unterzeichnet. In der Begründung heißt es, die USA seien ⁠zu abhängig von ausländischen Anbietern. Für Drohnen ab einer bestimmten Größe oder ‌mit ⁠besonders sicherheitsrelevanten Fähigkeiten werde künftig ein ​Wertzoll von 100 Prozent fällig. Auf kleinere Modelle ohne diese Eigenschaften werde ein Wertzoll von 25 ​Prozent erhoben. Die neuen Zölle würden die »verstärkte heimische Produktion« von Drohnen und deren Komponenten fördern und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten verringern, hieß es in der Erklärung der US-Regierung. Die meisten neuen Zölle sollen den Angaben zufolge am 3. September in Kraft treten und werden vor allem China treffen. Übereinstimmenden Studien zufolge beherrscht das 2006 gegründete chinesische Unternehmen DJI rund zwei Drittel des weltweiten Drohnenmarktes. US-Regierung spricht von Sicherheitsrisiken Drohnen und Bauteile aus der Europäischen Union (EU), Japan, Liechtenstein, Südkorea, der Schweiz und Taiwan werden demnach zukünftig mit 15 Prozent verzollt. Für Einfuhren aus Großbritannien liege der Zollsatz bei zehn Prozent. Die Zölle sollen den Angaben zufolge 21 ⁠Tage nach der ​Unterzeichnung in Kraft treten. Für weniger sensible Bauteile gelte ‌eine Frist von 180 Tagen, teilte die US-Regierung mit. ‌Für Produkte, die das US-Verteidigungsministerium innerhalb von 20 ​Tagen nach Unterzeichnung von der sogenannten Covered List der US-Kommunikationsaufsicht FCC ausnimmt, gelte ebenfalls die Frist von ​180 Tagen. Auf dieser Liste stehen Kommunikationsgeräte, die als Risiko für die nationale Sicherheit der USA eingestuft werden. Vor der Entscheidung hatte US-Handelsminister Howard Lutnick eine Untersuchung vorangetrieben. Der ​Minister sei dabei zu dem Schluss gekommen, dass Drohnen und entsprechende ⁠Bauteile von bestimmten ausländischen Unternehmen Sicherheitsrisiken darstellten, hieß es ‌in dem vom US-Präsidialamt veröffentlichten Text der Anordnung. Zugleich produziere die heimische ‌Industrie nicht genug, um den Sicherheitsbedarf zu decken.