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07.02.2026
11:57 Uhr
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"Harvard ist woke; das Kriegsministerium ist es nicht", sagt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Sein Ministerium wird nicht mehr mit der Universität zusammenarbeiten.

Das US-Verteidigungsministerium hat die Zusammenarbeit mit der Harvard Universität eingestellt. Die Hochschule erfülle "nicht mehr die Bedürfnisse des Kriegsministeriums oder der Militärdienste", teilte Verteidigungsminister Pete Hegseth mit. Mit der Entscheidung werden demnach künftig eine militärische Ausbildung, Stipendien und Zertifizierungsprogramme im Rahmen der bisherigen Zusammenarbeit mit Harvard eingestellt. Wer bereits für derartige Kurse an der Universität eingeschrieben ist, soll diese noch abschließen dürfen. "Ab sofort und beginnend mit dem Schuljahr 2026-27 stelle ich alle militärischen Weiterbildungsprogramme auf Graduiertenebene, alle Stipendien und Zertifikatsprogramme zwischen der Harvard Universität und dem Kriegsministerium für aktive Militärangehörige ein", schrieb Hegseth auf X. Hegseth teilte zudem mit, dass das US-Verteidigungsministerium die Beziehungen zu weiteren Universitäten neu bewerten werde. "Harvard ist woke; das Kriegsministerium ist es nicht" "Zu lange hat dieses Ministerium unsere besten und klügsten Offiziere nach Harvard geschickt, in der Hoffnung, dass die Universität unsere Krieger-Klasse besser verstehen und schätzen würde", teilte Hegseth mit. "Stattdessen haben zu viele Offiziere bei der Rückkehr zu sehr wie Harvard ausgesehen – Köpfe voller globalistischer und radikaler Ideologien", behauptete er. In einem separaten Post schrieb er: "Harvard ist woke; das Kriegsministerium ist es nicht." Hegseth hat selbst einen Masterabschluss in Public Policy von der Harvard Kennedy School. Die US-Regierung unter Donald Trump übt seit längerem Druck auf die Eliteuniversität aus. Die US-Behörden haben bereits Milliarden von US-Dollar für Forschung an der Universität gestrichen und versuchen, die Hochschule daran zu hindern, ausländische Studierende aufzunehmen. Harvard hatte zuvor im April eine Reihe von Forderungen der Regierung zurückgewiesen. Diese wirft der Universität vor, Antisemitismus auf dem Campus toleriert zu haben. Die Leitung spricht von illegaler Vergeltung, weil die Universität nicht die ideologischen Einstellungen der Regierung übernommen habe. Harvard verklagte die Regierung und bekam in beiden Gerichtsverfahren bislang Recht. Die Regierung legte Berufung ein.