Zeit 15.01.2026
10:29 Uhr

US-Raumfahrtbehörde: ISS-Crew ist vorzeitig zurück auf der Erde


Erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation hat die Nasa Astronauten vorzeitig zur Erde zurückgeholt. Grund waren medizinische Probleme.

US-Raumfahrtbehörde: ISS-Crew ist vorzeitig zurück auf der Erde
Die erste Evakuierungsaktion aus dem All aus medizinischen Gründen ist abgeschlossen. Erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation (ISS) holte die US-Raumfahrtbehörde Nasa eine aus vier Astronauten bestehende Besatzung wegen medizinischer Probleme vorzeitig zurück zur Erde. Mit einer Kapsel vom Typ Crew Dragon des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk landeten die US-Astronauten Mike Fincke und Zena Cardman, der Japaner Kimiya Yui und der russische Kosmonaut Oleg Platonow vor der Küste des US-Bundesstaates Kalifornien, wie Livebilder der Nasa zeigten. Damit endete der Einsatz der vier Astronauten nach fünf Monaten früher als geplant. Die Besatzung war seit Anfang August an Bord der ISS und hätte dort eigentlich noch ein paar Wochen bleiben sollen. Nach ihrer Evakuierung halten der US-Astronaut Chris Williams und die russischen Kosmonauten Sergei Kud-Swertschkow und Sergej Mikajew die Stellung auf der internationalen Raumstation. Crewmitglied befindet sich in stabilem Zustand Zunächst hatte die Nasa einen Außeneinsatz an der ISS wegen gesundheitlicher Probleme eines Crewmitglieds kurzfristig abgesagt. Anschließend gab die Behörde bekannt, dass die komplette Crew vorzeitig zurück zur Erde geholt werde . Wer von der Besatzung betroffen ist, ist nicht bekannt. Auch zur Art des medizinischen Problems machte die Nasa bisher keine Angaben. Das Mitglied der Crew 11 sei jedoch in stabilem Zustand, hieß es. Der medizinische Chef der Nasa, James Polk, sprach seinerseits von einem "weiterhin bestehenden Risiko" und einer "noch ungeklärten Diagnose" als Gründe für die Entscheidung, die Besatzung früher als ursprünglich geplant zurückzuholen. Auch Mike Fincke hatte sich zur Situation geäußert. Er hatte kürzlich in Onlinediensten versichert, allen an Bord der ISS gehe es gut. Die Crew habe sich aber "bewusst dafür entschieden, die notwendigen medizinischen Untersuchungen am Boden ausführen zu lassen, wo alle diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen", fügte er hinzu.