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19.02.2026
05:49 Uhr
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Der US-Präsident bemüht sich, Rassismusvorwürfe zu entkräften. Zum Black History Month präsentiert er sich in Washington als Förderer von Schwarzen Amerikanern.

US-Präsident Donald Trump hat bei einer Veranstaltung zum Black History Month Rassismusvorwürfe nach seinem Posting eines rassistischen Videos über die Obamas zurückgewiesen. Während einer Feier im Weißen Haus inszenierte sich der US-Präsident als Förderer von Schwarzen Amerikanerinnen und Amerikanern. Trump hob führende afroamerikanische Regierungsvertreter hervor und versprach ein weiteres Jahrhundert des Erfolgs für Schwarze Menschen im Land. Die Veranstaltung fand knapp zwei Wochen nach einem Eklat um einen rassistischen Beitrag auf Trumps Internetplattform statt. Der Präsident hatte dort ein rassistisches Video geteilt, das den früheren Präsidenten Barack Obama und dessen Frau Michelle als Affen darstellte. Der Beitrag hatte selbst bei den Republikanern für Empörung gesorgt. Senator Tim Scott, selbst Schwarzer und eigentlich Trump-Anhänger, nannte das Video "das Rassistischste, was ich in diesem Weißen Haus gesehen habe". Trumps Sprecherin verteidigte den Beitrag zunächst, löschte ihn aber später. Eine Entschuldigung blieb jedoch aus . Barack Obama äußerte sich am Wochenende erstmals über das Video. Er kritisierte das Fehlen von Scham und Anstand in der Politik . Kritiker werfen der US-Regierung zudem vor, Programme für Vielfalt und Gleichberechtigung systematisch abzubauen. Schwarze Politiker auf der Bühne Auf der Veranstaltung an diesem Mittwoch versuchte Trump nun, die Vorwürfe gegen ihn zu entkräften. Er holte mehrere schwarze Regierungsvertreter auf die Bühne, darunter Bauminister Scott Turner und seinen früheren Rivalen Ben Carson. Zu der von ihm begnadigten Aktivistin Alice Johnson sagte er: "Als ich sie traf, habe ich mich verliebt." Er verwies zudem auf die von ihm als Erfolg bezeichnete Strafrechtsreform und seine harte Einwanderungspolitik, die ihm nach eigenen Angaben 2024 mehr Wählerstimmen von Schwarzen als jedem republikanischen Kandidaten vor ihm eingebracht hätten. Trump hatte sich auch in der Vergangenheit bereits häufig rassistisch geäußert. Jahrelang verbreitete er die als "Birther-Theorie" bekannte Verschwörungstheorie, nach der Obama nicht in den USA geboren und damit kein legitimer Präsident gewesen sei. Auch die Herkunft der früheren Vizepräsidentin Kamala Harris zweifelte er öffentlich an . Im Dezember beleidigte er somalische Einwanderer . Trump verteidigte sich gegen Rassismusvorwürfe auf der Veranstaltung auch, indem er auf seine Freundschaft mit dem früheren schwarzen Boxer Mike Tyson verwies. Der ehemalige Schwergewichtsweltmeister könne für ihn bürgen. "Immer wenn sie herauskommen und sagen: 'Trump ist ein Rassist', sagt Mike Tyson: 'Er ist kein Rassist, er ist mein Freund'", sagte Trump im Weißen Haus. Außerdem erwähnte er den früheren NFL-Runningback Herschel Walker, mit dem er befreundet sei. Walker sei Botschafter seiner Regierung für "ich weiß nicht, Bahamas? Bermuda? Was auch immer", sagte Trump. Walker ist US-Botschafter auf den Bahamas. Trump spricht von "Happy Black History Century" Der Black History Month wird im Februar in den USA als Gedenkmonat begangen, der die Geschichte und die Errungenschaften von Schwarzen US-Amerikanern würdigt. Während der Feier in Washington lud Trump eine Frau auf die Bühne, deren Enkel getötet worden war. Sie dankte ihm für seinen harten Kurs gegen Kriminalität und sagte: "Ich will nichts von diesem 'Rassisten'-Zeug hören. Lasst den Mann in Ruhe. Lasst ihn seine Arbeit machen!" Nach dem Tod des Bürgerrechtsaktivisten Jesse Jackson am Dienstag hatte Trump zahlreiche Fotos von sich mit Jackson und anderen Schwarzen Prominenten veröffentlicht. Er schrieb dazu, es sei ihm immer eine Freude gewesen, Jackson zu helfen, obwohl er von "Schurken und Verrückten der radikalen Linken" fälschlicherweise als Rassist bezeichnet werde. Die Veranstaltung im Weißen Haus beendete Trump mit den Worten: "Ich wünsche Ihnen also einen fröhlichen Black History Month, ein fröhliches Black History Year und ein fröhliches Black History Century."