Zeit 17.02.2026
19:30 Uhr

US-Militär: USA melden elf Tote bei erneuten Angriffen auf angebliche Drogenboote


Binnen kurzer Zeit greift das US-Militär drei Boote im Pazifik und der Karibik an. Es soll sich um Boote von Drogenschmugglern handeln. Beweise legen die USA nicht vor.

US-Militär: USA melden elf Tote bei erneuten Angriffen auf angebliche Drogenboote
Das US-Militär hat binnen kurzer Zeit drei Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler angegriffen. Wie das zuständige Regionalkommando Southcom auf X mitteilte, wurden bei den erneuten Angriffen im Ostpazifik und in der Karibik elf Menschen getötet. Die Boote sollen demnach auf bekannten Routen von Rauschgiftschmugglern unterwegs gewesen sein. Southcom bezeichnete die Toten als "Drogenterroristen" Eine solche Häufung von Angriffen in kurzer Zeit ist ungewöhnlich. Bislang lag zwischen den Angriffen meist mehr Zeit. Kritiker sprechen von außergerichtlichen Hinrichtungen Die US-Armee hat seit Herbst vergangenen Jahres mehr als 40 Boote in der Karibik und im Pazifik angegriffen . Nach eigenen Angaben verfolgt sie damit das Ziel der Regierung von US-Präsident Donald Trump, internationalen Drogenschmuggel zu unterbinden. Offiziellen Angaben zufolge wurden dabei bereits mindestens 145 Menschen getötet. Die US-Regierung wirft Venezuela und anderen Staaten vor, mit Drogenschmuggel die Sicherheit der USA zu unterlaufen. Bislang haben die USA allerdings nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind und stufen sie als außergerichtliche Hinrichtungen ein. Hinterbliebene von Opfern der Angriffe haben die US-Regierung verklagt . Anfang Januar nahmen US-Streitkräfte Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro bei einem Militäreinsatz gefangen und brachten ihn in die USA. Maduro sitzt in New York in Haft, ihm soll wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.