Zeit 08.01.2026
04:22 Uhr

US-Intervention in Venezuela: Venezuela soll laut Trump mit Öleinnahmen nur US-Produkte kaufen


Die USA wollen Venezuela verpflichten, die Erlöse aus dem Verkauf seines Öls für den Kauf von US-Waren zu verwenden. Das Öl müsse "Amerikas nationalem Interesse" dienen.

US-Intervention in Venezuela: Venezuela soll laut Trump mit Öleinnahmen nur US-Produkte kaufen
Venezuela wird die Einnahmen aus seinen Ölgeschäften mit den USA laut US-Präsident Donald Trump nur in US-Produkte investieren. Das teilte Trump auf seiner Onlineplattform mit. Dazu gehörten unter anderem Agrarprodukte, Medikamente, medizinische Geräte und Ausrüstung zur Verbesserung des venezolanischen Stromnetzes und der Energieanlagen. Venezuela verpflichte sich, mit den USA als Hauptpartner Geschäfte zu machen, schrieb Trump und bezeichnete das als eine kluge Entscheidung und eine "sehr gute Sache" für die Menschen in Venezuela und in den Vereinigten Staaten. Venezuela fordert "Energiebeziehungen, von denen alle Seiten profitieren" Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez äußerte sich zurückhaltender. "Venezuela ist offen für Energiebeziehungen, von denen alle Seiten profitieren", sagte sie bei einem Treffen mit der Führung der Nationalversammlung des Landes. US-Vizepräsident JD Vance sagte, dass Venezuela sein Öl nur dann verkaufen könne, wenn das den Interessen der Vereinigten Staaten diene. "Wir kontrollieren die Energieressourcen, und wir sagen dem Regime: Ihr dürft das Öl verkaufen, solange ihr Amerikas nationalem Interesse dient, ihr dürft es nicht verkaufen, wenn ihr Amerikas nationalem Interesse nicht dienen könnt", sagte Vance dem TV-Sender Fox News. Ihm zufolge haben die USA zudem die Kontrolle über die Geldströme Venezuelas. Trump will Einnahmen aus Ölverkauf kontrollieren Die USA hatten zuvor angekündigt, den venezolanischen Ölverkauf "auf unbestimmte Zeit" in ihre Hand zu nehmen . Bereits am Dienstag hatte Trump gesagt, Venezuela werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel (je 159 Liter) sanktioniertes Öl an die USA liefern. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des Öls kontrollieren – "zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten". Venezuelas staatlicher Ölkonzern PDVSA bestätigte Gespräche mit den USA über den Verkauf von Erdöl. Am Mittwoch kündigte die US-Regierung eine Lockerung von Sanktionen gegen Venezuela an. Ziel sei es, den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt zu ermöglichen. Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wann, ging aus der Ankündigung nicht hervor. Das Ölgeschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Zuletzt war China der größte Abnehmer für venezolanisches Erdöl.