Zeit 22.11.2025
05:57 Uhr

US-Friedensplan: Donald Trump setzt Wolodymyr Selenskyj unter Zugzwang


Dem ukrainischen Staatschef bleibt US-Präsident Donald Trump zufolge nichts anderes übrig, als seinen Plan für ein Ende des Ukrainekriegs zu akzeptieren. Die Zeit dränge.

US-Friedensplan: Donald Trump setzt Wolodymyr Selenskyj unter Zugzwang
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wird aus Sicht von US-Präsident Donald Trump nichts anderes übrig bleiben, als seinen Friedensplan zu akzeptieren. Die Zeit sei wegen des nahenden Winters, der steigenden Totenzahlen und der anhaltenden Angriffe auf ukrainische Stromkraftwerke knapp, sagte Trump vor der Presse im Weißen Haus. "Wir haben einen Weg, um Frieden zu schaffen, oder wir glauben, wir haben einen Weg, um Frieden zu schaffen. Er wird ihn billigen müssen." Wenn Selenskyj dies nicht wolle, werde er weiterkämpfen müssen. "Irgendwann wird er etwas akzeptieren müssen, was er bisher nicht akzeptiert hat." Trump verwies zudem auf den Eklat mit Selenskyj im vergangenen Februar im Weißen Haus: "Sie erinnern sich, direkt im Oval Office, vor nicht allzu langer Zeit, habe ich gesagt: 'Sie haben nicht die Karten in der Hand.'" Damals war es zu einem offenen Schlagabtausch zwischen beiden Präsidenten gekommen. Er sei der Meinung, Selenskyj hätte bereits vor einem oder zwei Jahren einem Abkommen zustimmen sollen. "Die beste Einigung wäre gewesen, wenn es nie angefangen hätte." Der 28-Punkte-Plan der USA sieht vor, dass die Ukraine Gebiete abtritt, ihr Militär begrenzt und auf eine Nato-Mitgliedschaft verzichtet. Selenskyj hatte ähnliche Bedingungen in der Vergangenheit als Kapitulation zurückgewiesen. Am Freitag appellierte Selenskyj an den Zusammenhalt der Ukrainer und versprach, er würde sein Land niemals verraten. "Die Ukraine steht jetzt möglicherweise vor einer sehr schwierigen Wahl – entweder ihre Würde zu verlieren oder zu riskieren, einen wichtigen Partner zu verlieren", sagte er in einer Rede an die Nation. "Ich werde rund um die Uhr dafür kämpfen, dass mindestens zwei Punkte des Plans nicht übersehen werden – die Würde und die Freiheit der Ukrainer." Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen zum russischen Krieg gegen die Ukraine in unserem Liveblog .