Zeit 03.01.2026
12:42 Uhr

US-Angriff auf Venezuela: Russland verurteilt US-Militäreinsatz in Venezuela


Russland wertet den US-Angriff als "Akt bewaffneter Aggression". Auch der Iran verurteilt den Angriff. Die EU mahnt zur Zurückhaltung, in Berlin tagt der Krisenstab.

US-Angriff auf Venezuela: Russland verurteilt US-Militäreinsatz in Venezuela
Russland hat den US-Militärangriff in Venezuela und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro als "Akt bewaffneter Aggression" verurteilt. Das Vorgehen sei "zutiefst beunruhigend und verwerflich", teilte das russische Außenministerium mit. "Ideologische Feindseligkeit hat über sachlichen Pragmatismus gesiegt", hieß es weiter. Lateinamerika solle "eine Friedenszone" bleiben. Venezuela habe das Recht, "seine eigene Zukunft ohne destruktive, geschweige denn militärische Einmischung von außen zu bestimmen", teilte das russische Außenministerium weiter mit. In der jetzigen Lage sei es wichtig, eine ⁠weitere Eskalation zu verhindern und sich auf eine Lösung ​durch Dialog zu konzentrieren. Das Ministerium sprach sich für ein Krisentreffen des UN-Sicherheitsrats aus. Venezuela ist Russlands wichtigster Verbündeter in Südamerika. Iran verurteilt Verletzung der nationalen Souveränität Venezuelas Auch der Iran – ebenfalls ein enger Verbündeter Venezuelas – verurteilte den Militärangriff. Es handle sich um eine "eklatante Verletzung" nationaler Souveränität und territorialer Integrität, teilte das iranische Außenministerium mit. Den UN-Sicherheitsrat forderte der Iran auf, "sofort zu handeln, um die unrechtmäßige ⁠Aggression zu stoppen" und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. EU-Außenbeauftragte ruft zu Zurückhaltung auf Die ‌EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas rief nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio zur Zurückhaltung auf. "Die EU hat wiederholt erklärt, dass Herrn Maduro die Legitimität fehlt und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen", schrieb sie auf X. Die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen müssten eingehalten werden. Für die EU habe die Sicherheit der EU-Bürger in Venezuela oberste Priorität. Krisenstab der Bundesregierung tritt zusammen Die Bundesregierung hat sich mit Blick auf den US-Militäreinsatz in Venezuela ebenfalls besorgt gezeigt. Das Außenministerium teilte mit: "Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam und verfolgen die aktuellen Meldungen mit größter Sorge". Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit noch teils unübersichtlich. Die Bundesregierung stimme sich eng mit den Partnern ab. Im Auswärtigen Amt werde der Krisenstab der Bundesregierung zusammentreten. Verfolgen Sie aktuelle Entwicklungen im Liveblog.