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05.01.2026
08:56 Uhr
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Nach der Attacke auf Venezuela droht Trump einem weiteren südamerikanischen Land: Kolumbien werde von einem "kranken Mann" regiert, ein Militäreinsatz sei möglich.

US-Präsident Donald Trump hat nach dem Angriff auf Venezuela auch einen Militäreinsatz gegen das Nachbarland Kolumbien angedroht. Das südamerikanische Land werde von einem "kranken Mann" regiert, der es liebe, "Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen", sagte Trump an Bord seines Regierungsflugzeugs. Dies werde Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro "nicht mehr lange machen", sagte Trump an Bord seines Regierungsflugzeugs, ohne Petros Namen zu nennen. Auf die Nachfrage, ob ein Militäreinsatz gegen Kolumbien infrage komme, sagte Trump: "Das klingt gut für mich." Details zu möglichen konkreten Plänen nannte der US-Präsident nicht. Die USA hatten in der Nacht zum Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den autoritären Staatschef Nicolás Maduro sowie dessen Ehefrau gefangen genommen und außer Landes gebracht. Maduro soll nun in New York der Prozess wegen Drogendelikten gemacht werden. Trump rechtfertigt den Angriff auf Venezuela unter anderem damit, dass die Regierung des Landes an Drogenhandel beteiligt sei und dadurch den USA als Zielland von Drogenschmuggel schade. Vorwürfe des Drogenschmuggels, Ölvorkommen im Visier Mit einem Vorgehen gegen Drogenschmuggel hatte die US-Regierung bereits in den Monaten vor dem Angriff auf Venezuela Attacken auf angebliche Drogenboote in der Karibik gerechtfertigt, bei denen die Besatzung oftmals nicht festgenommen, sondern getötet worden ist. Das Vorgehen wurde sowohl international als auch innerhalb der USA und auch aufseiten von Politikern der Republikanischen Partei Trumps kritisiert. Inzwischen hat Trump die selbsterklärten Ziele des Angriffs auf Venezuela zudem ausgeweitet : Die USA wollten das Land "so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und vernünftigen Übergang durchführen können", sagte der US-Präsident. Zugleich kündigte er an, dass US-Ölkonzerne künftig in Venezuela aktiv sein würden. Das Land hat die weltweit größten bekannten Ölvorkommen . In deren Förderung würden nun Milliarden US-Dollar investiert, kündigte Trump an. Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen nach dem US-Angriff auf Venezuela in unserem Liveblog .