Zeit 13.02.2026
18:14 Uhr

U-Bahnhof Wandsbek Markt: Mord im U-Bahnhof: Warum musste Asal sterben?


Ein 25-jähriger Mann zerrt in einem Hamburger U-Bahnhof eine 18-Jährige vor einen einfahrenden Zug – beide sterben. Seither ringt die Stadt um Fassung.

U-Bahnhof Wandsbek Markt: Mord im U-Bahnhof: Warum musste Asal sterben?
Ende Januar zeichnete eine Videokamera am Gleis 2 des U-Bahnhofs Wandsbek Markt eine junge Frau auf, die auf die Bahn wartet. Man sieht, wie ein Mann von hinten auf sie zugeht, sie packt und mit sich hinunter auf das Gleis reißt. Der einfahrende Zug erfasst sie, und beide sind sofort tot. Die Frau hieß Fatemeh Z., Freunde und Verwandte nannten sie Asal. Sie war gerade einmal 18 Jahre alt. Ihren Mörder, den 25-jährigen Ariop A., hatte sie offenbar nie zuvor gesehen. Seit dieser Tat herrscht Entsetzen in Hamburg, und es wird viel diskutiert: Sind deutsche Bahnhöfe sicher genug? Hätte man früher erkennen müssen, dass Ariop A. gefährlich war? Haben die Behörden im Umgang mit ihm, einem Geflüchteten aus dem Südsudan mit traumatischen Erfahrungen, versagt? In der neuen Folge des Podcasts Elbvertiefung spricht Maria Rossbauer aus der Hamburg-Redaktion der ZEIT mit ihren Kollegen Tom Kroll und Christoph Heinemann über den Fall . Die beiden erzählen von Fatemeh Z.s Träumen und ihrer Trauerfeier, von Ariop A. und dem Resettlement-Programm, über das er nach Deutschland kam, und sie erzählen von einer Scheindebatte, die nun ihrer Meinung nach geführt wird. Außerdem erklären sie, was sich in Hamburg wirklich ändern müsste, um solche Taten zu verhindern – und wie man der Familie von Fatemeh Z. seine Anteilnahme ausdrücken könnte. Im Podcast Elbvertiefung sprechen die Hosts Maria Rossbauer und Florian Zinnecker in jeder Folge mit Kolleginnen und Kollegen aus der ZEIT-Redaktion über ein Thema, das die Menschen in Hamburg gerade bewegt – pointiert, persönlich und selten länger als eine halbe Stunde.