Zeit 05.12.2025
04:42 Uhr

Tropensturm: Zahl der Toten nach Sturm in Asien steigt auf mehr als 1.500


Bei Überschwemmungen sind vor allem in Indonesien und Sri Lanka viele Menschen getötet worden. Umweltschützer machen Abholzungen für die Katastrophe mitverantwortlich.

Tropensturm: Zahl der Toten nach Sturm in Asien steigt auf mehr als 1.500
Im Süden und Südosten Asiens sind bei Überschwemmungen und Erdrutschen nach einem Tropensturm mehr als 1.500 Menschen getötet worden. Behörden in Indonesien meldeten mindestens 836 Tote. In Sri Lanka gab es mindestens 479 Tote. In Thailand kamen mindestens 185 Menschen ums Leben und in Malaysia drei. In Indonesien und Sri Lanka gelten noch 861 Menschen als vermisst. Die Zahl der Toten könnte also weiter steigen. Viele Dörfer liegen unter Schlamm und Trümmern begraben. Rettungskräfte versuchen, von der Außenwelt abgeschnittene Gemeinden zu erreichen. Tausenden Menschen mangelt es an Lebensmitteln und sauberem Wasser. Die Überschwemmungen und Erdrutsche haben Straßen und Brücken weggerissen und die Telekommunikation lahmgelegt. "Die Katastrophe war nicht nur ein Wüten der Natur" Zudem gibt es Sorge vor weiteren Überschwemmungen. Meteorologen haben für die kommenden Tage erneut Regenfälle in den indonesischen Provinzen Nordsumatra, Westsumatra und Aceh angekündigt. Indonesische Umweltschützer machen Abholzungen für das Ausmaß der Katastrophe mitverantwortlich. "Die Katastrophe war nicht nur ein Wüten der Natur", sagte Rianda Purba, eine Aktivistin der Umweltgruppe Walhi. Die jahrzehntelange Abholzung unter anderem für Bergbau und Palmölplantagen habe die natürlichen Schutzmechanismen zerstört, die einst die Niederschläge absorbiert und den Boden stabilisiert hätten, sagte Purba.