Zeit 03.12.2025
14:27 Uhr

Tropensturm: Mehr als 1.400 Tote nach Überschwemmungen in Südostasien


Mit dem Zyklon Ditwah erlebt Indonesien die schlimmste Naturkatastrophe seit dem Tsunami auf Sulawesi 2018. Auch Sri Lanka und Thailand sind schwer betroffen.

Tropensturm: Mehr als 1.400 Tote nach Überschwemmungen in Südostasien
In Südostasien sind nach den schweren Überschwemmungen mehr als 1.400 Leichen gefunden worden. Allein in Indonesien meldeten die Behörden 753 Tote und bezeichneten die Zerstörung durch die unerbittlichen Regenfälle und den Tropensturm auf Sumatra als schwerste Katastrophe seit dem Erdbeben und dem Tsunami auf Sulawesi 2018. Etwa 650 Menschen werden demnach weiterhin vermisst. Unterspülte Straßen, eingestürzte Brücken und weitere Erdrutsche erschweren es den Rettungskräften, einige der am stärksten betroffenen Gebiete zu erreichen. In den Provinzen Nordsumatra, Westsumatra und Aceh warteten dem Katastrophenschutz zufolge Tausende in überfluteten Städten auf Dächern und in Baumkronen auf Hilfe. Mehr als 1,5 Millionen Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, Zehntausende Häuser wurden beschädigt. Etwa 2.600 Menschen wurden verletzt. Die Regierung entsandte drei Lazarettschiffe, weil örtliche Krankenhäuser überlastet waren. In Sri Lanka wurden 465 Tote gemeldet, in Thailand 185 und in Malaysia drei. Sri Lankas Präsident Anura Kumara Dissanayake sagte, die genaue Zahl lasse sich noch nicht beziffern. Der Wiederaufbau könnte das Land stark belasten, weil viele Reisanbaugebiete und das für Gemüse wichtige Bergland verwüstet wurden. Die Behörden schätzen, dass rund 7 Milliarden US-Dollar (rund 6 Milliarden Euro) benötigt werden. Das Land hatte sich nach einer beispiellosen Wirtschaftskrise gerade erst stabilisiert. In Thailand sei die Strom- und Wasserversorgung in fast allen Gebieten wiederhergestellt, sagte eine Regierungssprecherin. Mehr als 120.000 Haushalte hätten Hilfe in Höhe von insgesamt einer Milliarde Baht (knapp 27 Millionen Euro) erhalten.