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01.03.2026
13:40 Uhr
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Nach dem Tod von Ali Chamenei gibt es auch in anderen Ländern Proteste gegen die USA. Vor US-Vertretungen in Pakistan und im Irak gab es Unruhen.

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei ist es an mehreren Orten in der Region zu Protesten gekommen. Bei einem Angriff auf das US-Konsulat in der südpakistanischen Stadt Karachi wurden mindestens neun Menschen getötet. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von andauernden Zusammenstößen. Die lokale Polizei teilte dagegen mit, dass sie die Teilnehmer des Protests vertrieben hätte und die Situation unter Kontrolle sei. Hunderte Demonstranten griffen laut Polizeiangaben das Gebäude in der Hafenstadt an, woraufhin es zu Zusammenstößen mit Polizisten und paramilitärischen Kräften gekommen sei. Etwa 25 Menschen sollen dabei verletzt worden sein. Zuvor war eine Gruppe junger Menschen über das Haupttor geklettert und hatte sich Zugang zur Zufahrt zum Konsulatsgebäude verschafft und Fenster eingeschlagen. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein, um sie zu vertreiben. UN-Büro in Brand In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gingen rund 4.000 Menschen auf die Straße. Journalisten der AFP berichteten von Schüssen, mit denen vermutlich die Menge auseinandergetrieben werden sollte. Zudem wurde Tränengas eingesetzt. Nach Angaben der Polizei sperrten die Behörden alle Zufahrtsstraßen zur sogenannten Roten Zone – dem gesicherten Bereich, in dem sich ausländische Botschaften und der Regierungssitz befinden. In der Stadt Skardu im Norden Pakistans stürmten Demonstranten ein Büro der Vereinten Nationen und setzten es in Brand. Schwarzer Rauch stieg einem Reporter der AFP zufolge aus dem Gebäude auf. Mindestens drei Fahrzeuge in der Nähe brannten vollständig aus. Auch im ostpakistanischen Lahore gingen Tausende Menschen auf die Straße. Demonstrationen im Irak Auch in der irakischen Hauptstadt Bagdad versuchten Demonstranten, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen. Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt. Sicherheitskräfte lösten die Versammlung gewaltsam auf. Sie setzten nach Angaben von Augenzeugen auch Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein. Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen schwere Luftangriffe gegen die Islamische Republik gestartet. Bei einer Attacke in Teheran wurde der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Als Reaktion griff der Iran daraufhin Israel sowie US-Militäreinrichtungen in mehreren Staaten der Golfregion an. Irans Präsident Massud Peseschkian bezeichnete Chameneis Tötung als eine "Kriegserklärung an die Muslime". Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveblog.