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21.11.2025
13:35 Uhr
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Ein Lehrer aus Thüringen muss für mehrere Jahre ins Gefängnis. Der 36-Jährige hatte vor Gericht gestanden, vier minderjährige Schülerinnen sexuell missbraucht zu haben.

Ein wegen sexuellen Missbrauchs von vier minderjährigen Schülerinnen angeklagter Lehrer aus Thüringen ist zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Meiningen sprach den 36-Jährigen unter anderem des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und der Vergewaltigung in sechs Fällen sowie der Verbreitung pornografischer Inhalte schuldig. Das Gericht verhängte gegen den Angeklagten eine Haftstrafe von vier Jahren, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Der Mann, der laut Anklage als Lehrer an einer Schule und Jugendwart tätig war, hatte zuvor die Taten in vollem Umfang gestanden. "Es tut mir alles unglaublich leid", sagte der 36-Jährige zum Auftakt der Verhandlung. Er bereue die Taten zutiefst. Seit Juni sitzt der Mann bereits in Untersuchungshaft, die Taten passierten zwischen 2022 und April 2025. Autorität gegenüber Jugendlichen ausgenutzt Mit seinem Geständnis gab der Mann unter anderem auch den mehrfachen sexuellen Missbrauch einer ehemaligen Schülerin und ihre Vergewaltigung zu. Dem damals 15-jährigen Mädchen habe er Nachhilfeunterricht gegeben, hieß es in der Anklage. Zunächst habe er ihr in Chatnachrichten Komplimente gemacht, dann aber auch ein Foto geschickt, wie er an sich selbst sexuelle Handlungen vornahm. Bei sechs privaten Treffen mit der Minderjährigen soll er das Mädchen zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Aus der Anklage geht hervor, dass der Angeklagte der Jugendlichen gegenüber seine berufliche Autorität ausgenutzt habe. Das Mädchen sei unter anderem wegen der "überlegenen Autorität" des Angeklagten überfordert gewesen. Zudem soll der Mann die 15-Jährige aufgefordert haben, bei einem Schulgespräch über ihr Verhältnis den Kontakt zwischen ihnen zu leugnen. Weiteren Schülerinnen, die zum Tatzeitpunkt 12 bis 13 Jahre alt waren, soll der Mann laut Anklage sexuelle Chatnachrichten und pornografische Bilder von sich selbst geschickt haben. Auch soll er entsprechende Fotos von den Mädchen verlangt haben. Lehrer in Erfurt verurteilt Erst Ende Oktober hatte das Landgericht Erfurt einen Gymnasiallehrer wegen jahrelangen sexuellen Missbrauchs einer Schülerin zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht verhängte eine Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten gegen ihn. Inzwischen wurde ein Vertrauenslehrer an derselben Erfurter Schule ebenfalls wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs und der Vergewaltigung anderer Schülerinnen angeklagt. Sein Prozess steht noch aus. Der Schulleiter des Erfurter Gymnasiums tritt nach dem Missbrauchsskandal zum 1. Dezember von seinem Posten zurück.