|
17.02.2026
18:08 Uhr
|
Vergangene Woche behauptete der Tesla-Werksleiter in Grünheide, ein Mitarbeiter habe eine interne Sitzung aufgenommen. Deswegen zeigt die Gewerkschaft den Leiter an.

Die IG Metall hat gegen den Leiter der Tesla Gigafactory in Grünheide Strafanzeige wegen des Vorwurfs der üblen Nachrede gestellt. In einer Mitteilung schrieb die Gewerkschaft, dass sie zudem gegen André Thierig am Arbeitsgericht Frankfurt (Oder) eine einstweilige Verfügung beantragt habe. Damit solle dem Geschäftsführer die weitere Verbreitung falscher Behauptungen untersagt werden. Die IG Metall reagiert damit auf Vorwürfe von Thierig gegen einen Gewerkschaftsmitarbeiter. Thierig hatte vergangene Woche behauptet, dass ein IG-Metall-Beschäftigter eine Betriebsratssitzung auf seinem Laptop aufgezeichnet habe. Tesla hat deswegen ein Strafverfahren eingeleitet. Die IG Metall wies den Vorwurf als unwahr zurück und beklagte den Umgang von Tesla mit seinen Mitarbeitern. Betriebsratswahl in wenigen Wochen "Wenn ein Unternehmen Mitbestimmung und Gewerkschaftsarbeit derart aggressiv bekämpft, setzen wir uns mit allen Mitteln zur Wehr, auch mit juristischen", hieß es in der Mitteilung. Neben den beiden gerichtlichen Prozessen bereite die Gewerkschaft eine Klage wegen Behinderung von Gewerkschaftsarbeit vor. In wenigen Wochen steht die Betriebsratswahl im Brandenburger Tesla-Werk an. Die IG Metall hofft nach der Wahl auf eine Mehrheit im Betriebsrat, auch um einen Tarifvertrag im Unternehmen durchzusetzen.