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22.12.2025
09:01 Uhr
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Die mutmaßlichen Attentäter vom Bondi Beach sollen ihre Tat monatelang geplant und eingeübt haben. Kurz vorher haben sie offenbar den Tatort ausgekundschaftet.

Die mutmaßlichen Angreifer des antisemitischen Terroranschlags am Bondi Beach sollen ihre Tat unter anderem durch Training und Ausspähen des Ortes vorbereitet haben. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die die aktuellen Erkenntnisse der Ermittlungsbehörden zusammenfassen. Demnach haben Naveed Akram und Sajid Akram die Tat über mehrere Monate "akribisch geplant". Dafür hätten sie taktische Trainings und Schießübungen durchgeführt und Sprengwaffen hergestellt. Zudem hätten sie vor der Tat ein Video aufgenommen, in dem Vater und Sohn gegen Zionisten wetterten. Auch ihr Training sollen die Täter per Video dokumentiert haben. Die beiden mutmaßlichen Attentäter von Bondi Beach sind Vater und Sohn. Der 50-jährige Sajid Akram wurde am Tatort von Einsatzkräften erschossen, der 24-jährige Naveed Akram wurde zunächst verletzt in ein Krankenhaus und heute in ein Gefängnis gebracht. Er ist unter anderem wegen fünfzehnfachen Mordes und Terrorismus angeklagt . Männer haben Tatort ausgekundschaftet Nach Angaben des australischen Guardian geht aus dem Behördendokument auch der zeitliche Ablauf des Terroranschlags hervor. Demnach haben die Männer zwei Tage vor dem Angriff die Fußgängerbrücke am Bondi Beach besucht, von der aus die Tat begangen wurde. Für ihre Tat hätten die Angreifer eine Unterkunft gemietet und dort in der Nacht zuvor ein Auto mit in Decken gewickelten, länglichen Gegenständen beladen, die mutmaßliche Langwaffen gewesen seien. Das Auto hätten sie am frühen Abend des Folgetags nach Bondi Beach gefahren. Ebenfalls mitgeführte Sprengsätze seien am Tatort nicht zur Explosion gekommen. IS-Verbindung eines Mannes zuvor geprüft Im Auto seien im Anschluss an die Tat auch zwei Flaggen der Terrororganisation IS gefunden worden. Laut dem australischen Premierminister Anthony Albanese hatte der australische Inlandsgeheimdienst Naveed Akram 2019 wegen mutmaßlicher Verbindungen zu einer Terrorzelle des IS in Sydney überprüft. Damals wurden jedoch keine Hinweise auf eine Gefahr erkannt . Albanese kündigte als Reaktion auf den Terroranschlag am Bondi Beach eine Prüfung der Geheimdienste und Maßnahmen gegen Waffengewalt an . Bei dem Angriff durch zwei Schützen auf Feier zum jüdischen Chanukka-Fest am weltbekannten Strand von Sydney wurden 15 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt , zum Teil schwer.