Zeit 30.01.2026
11:40 Uhr

Tennis: Alexander Zverev verpasst Einzug ins Finale der Australian Open


Alexander Zverev kämpft sich nach 0:2-Satzrückstand zurück, muss sich Carlos Alcaraz aber letztlich knapp geschlagen geben. Das Match dauerte mehr als fünf Stunden.

Tennis: Alexander Zverev verpasst Einzug ins Finale der Australian Open
Alexander Zverev hat im Halbfinale der Australian Open nach einem langen Kampf gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz verloren. Der 28-jährige Hamburger unterlag dem Spanier nach fünf Sätzen mit 4:6, 6:7, 7:6, 7:6 und 5:7. Zverev schlug im fünften Satz zum Matchgewinn auf, brachte den Sieg aber nicht ins Ziel. Stattdessen verwandelte Alcaraz nach 5:27 Stunden seinen ersten Matchball. Dabei hatte der Spanier bereits ab Ende des dritten Satzes mit großen körperlichen Problemen zu kämpfen. Zwar waren die Temperaturen in Melbourne mit etwas mehr als 30 Grad deutlich angenehmer als an den Tagen zuvor, als es zum Teil bis zu 45 Grad heiß geworden war. Dafür war es sehr schwül, was Alcaraz offensichtlich Probleme bereitete. "Körperlich war es eines der anstrengendsten Matches meiner Karriere", sagte der Spanier nach der Partie. "Ich bin extrem stolz darauf, wie ich im fünften Satz zurückgekommen bin." Auch Zverev ließ erkennen, wie fordernd das Match war und sagte: "Ein bitteres Ende für mich, aber ehrlich gesagt hatte ich absolut nichts mehr im Tank. So ist das Leben. Ich bin deutlich zu müde, um emotional zu sein. Wir sind beide an unser absolutes Limit gegangen." Zu Matchbeginn spielte der Spanier zunächst besser. Auch im Tiebreak des zweiten Satzes ließ Zverev Chancen aus. Ende des dritten Satzes wurde Alcaraz im Oberschenkelbereich behandelt und agierte deutlich eingeschränkt. Zverev kam damit zunächst nicht zurecht, nutzte Alcaraz' Probleme aber schließlich im Tiebreak aus und gewann den dritten Satz. Zverev serviert zum Matchgewinn Alcaraz ließ sich auch danach massieren und war weiter von seiner normalen Fitness entfernt. Zverev schien der strauchelnde Gegner aber eher zu irritieren und er versäumte es, Druck auf Alcaraz auszuüben – das Match entwickelte sich zunehmend zum Nervenspiel. Beim Stand von 3:2 hatte Zverev zwei Breakbälle, die Alcaraz aber bravourös abwehrte. Wieder musste die Entscheidung im Tiebreak fallen. Hier spielte Zverev nun sein bestes Tennis und schaffte nach 4:07 Stunden den Satzausgleich. Im entscheidenden Durchgang lag der Deutsche früh mit einem Break vorne, lag bis zum 5:3 in Führung und servierte zum Matchgewinn – doch Alcaraz kam noch einmal zurück und gewann. Zverev, der im vergangenen Jahr im Endspiel gegen Jannik Sinner verloren hatte, muss nach der Niederlage weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Titel warten. Alcaraz trifft im Endspiel am Sonntag entweder auf Titelverteidiger Sinner aus Italien oder Rekord-Grand-Slam-Champion Novak Đoković aus Serbien. Dabei will der Spanier erstmals in seiner Karriere den Grand-Slam-Titel holen, der ihm noch fehlt: Bei den US Open in New York, den French Open in Paris sowie in Wimbledon hat er bereits jeweils mindestens einmal triumphiert .