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10.02.2026
15:27 Uhr
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Die Deutsche Bahn bietet den Lokführern ein höheres Gehalt sowie eine Einmalzahlung an. "Auf dem Papier mag das zunächst nach Bewegung aussehen", kritisiert die GDL.

Die Deutsche Bahn hat in den Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein erstes Angebot vorgelegt. Insgesamt sollen die Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld bekommen, teilte das Unternehmen mit. Der neue Tarifvertrag soll 30 Monate gelten. Von den sechs Prozent sollen 3,8 Prozent als direkte Lohnerhöhung in zwei Schritten ausgezahlt werden. Die restlichen 2,2 Prozent will die Bahn über Änderungen im Tarifsystem umsetzen. Dabei geht es unter anderem um eine zusätzliche Tarifstufe, wie sie die GDL fordert. Außerdem bietet die Bahn eine einmalige Zahlung von 400 Euro an. GDL bezeichnet Angebot als zu niedrig Bahn-Personalvorstand Martin Seiler bezeichnete das Angebot als "gut und sehr weitreichend". Man komme damit wichtigen Forderungen der GDL entgegen und zeige, dass eine Einigung in weiteren Verhandlungen möglich sei. GDL-Chef Mario Reiß kritisierte das Angebot hingegen als zu niedrig. "Ich kann heute noch nicht sagen, inwieweit wir uns morgen wieder hier am selben Ort zusammenfinden", sagte er. Ein Scheitern der Verhandlungen könne er derzeit nicht ausschließen, "weil das Angebot so niederschwellig ist, dass unsere Kollegen das natürlich erst mal verdauen müssen". "Auf dem Papier mag das zunächst nach Bewegung aussehen", sagte Reiß. "Entscheidend ist jedoch die konkrete Ausgestaltung – insbesondere die vorgesehene Laufzeit von zweieinhalb Jahren." In dieser Betrachtung relativiere sich die Zahl deutlich. Die aktuelle Verhandlungsrunde ist noch bis einschließlich Freitag angesetzt. GDL fordert unter anderem acht Prozent mehr Geld Die GDL fordert in den Verhandlungen bisher unter anderem acht Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. 3,8 Prozent davon sollen über eine Entgelterhöhung erzielt werden. Die weiteren Erhöhungen will die Gewerkschaft über Umstrukturierungen im Tarifsystem erreichen, etwa mit der Einführung der neuen Tarifstufe. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll aber zwölf Monate betragen. Arbeitskämpfe, die sich auf den Bahnverkehr in Deutschland auswirken dürften, sind erst ab März möglich.