Zeit 27.01.2026
11:53 Uhr

Tarifkonflikt: Mehr als 20 Universitätskliniken beginnen Warnstreik


Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft ver.di zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Sie fordert sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten.

Tarifkonflikt: Mehr als 20 Universitätskliniken beginnen Warnstreik
Bundesweit sind Beschäftigte von mehr als 20 Universitätskrankenhäusern in Warnstreiks getreten. An dem Branchenstreiktag der Gewerkschaft ver.di beteiligten sich nach deren Angaben unter anderem Mitarbeitende von Unikliniken in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Hintergrund ist ein Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst von 15 Bundesländern. Hessen verhandelt separat. "An den betroffenen Kliniken ist mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen, für eine Notfallversorgung ist jedoch gesorgt", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Es gälten entsprechende Notdienstvereinbarungen. Die Beschäftigten an den Unikliniken seien "stinksauer". In dem Tarifstreit geht es für sie unter anderem um die Höhe von Schicht- und Wechselschichtzulagen. Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Gehalt, monatlich jedoch mindestens 300 Euro mehr. Die Finanzminister der Länder wiesen die Forderung als überhöht zurück. Sie legten bisher kein eigenes Angebot vor, sondern nur einen sogenannten Einigungskorridor. Dieser sieht im Wesentlichen einen Inflationsausgleich bei einer Laufzeit von 29 Monaten vor. Die Gewerkschaften lehnten den Vorschlag als inakzeptabel ab. Streik auch für Mittwoch geplant Derzeit laufen die Tarifgespräche für die Beschäftigten der Länder. Zwei Verhandlungsrunden verliefen bislang ergebnislos, eine dritte Runde ist ab dem 11. Februar in Potsdam geplant. Die Gewerkschaften wollen mit verschärften Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Proteste im Gesundheitswesen sollen laut ver.di am Mittwoch weitergehen, für Donnerstag rufen die Gewerkschaften zu Arbeitsniederlegungen im Bildungsbereich auf. Verhandelt wird für alle nicht verbeamteten Beschäftigten der 15 Länder. Die Tarifabschlüsse werden in der Regel später auf die verbeamteten Länderbeschäftigten sowie Pensionäre übertragen. Laut ver.di wird in der Tarifrunde für insgesamt 2,2 Millionen Beschäftigte verhandelt.