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14.02.2026
03:39 Uhr
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Am Mittwoch hatte die Lokführergewerkschaft GDL noch mit dem Abbruch der Tarifgespräche mit der Bahn und Streiks gedroht. Nun berichten beide Seiten von Fortschritten.

In den Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL deutet sich eine Einigung an. Man habe sich bei den Tarifgesprächen angenähert, teilten beide Parteien am Freitagabend mit. Am Mittwoch hatte die GDL noch mit dem Abbruch der Gespräche und Streiks gedroht . Die GDL teilte nun mit, die Gespräche gingen in die richtige Richtung. Man habe in wesentlichen Punkten tragfähige Annäherungen erzielt und strukturelle Fragen weiter geklärt. "Für eine Bewertung im Sinne eines möglichen Abschlusses ist es jedoch noch deutlich zu früh", erläuterte die Gewerkschaft. Vonseiten der Deutschen Bahn hieß es, man sei "zuversichtlich, dass die letzten offenen Punkte in der nächsten Verhandlungsrunde gelöst werden können". Diese beginnt am 23. Februar und dauert fünf Tage. Gewerkschaft lehnte bisheriges Angebot der Bahn als zu niedrig ab Die GDL fordert in den Verhandlungen bisher unter anderem acht Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. 3,8 Prozent davon sollen über eine Entgelterhöhung erzielt werden. Die weiteren Erhöhungen will die Gewerkschaft über Umstrukturierungen im Tarifsystem erreichen, etwa mit der Einführung einer neuen Tarifstufe. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll aber zwölf Monate betragen. Die Bahn hatte Anfang dieser Woche sechs Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 30 Monaten angeboten. Von den sechs Prozent sollen 3,8 Prozent als direkte Lohnerhöhung in zwei Schritten ausgezahlt werden. Die restlichen 2,2 Prozent will die Bahn über Änderungen im Tarifsystem umsetzen. Dabei geht es unter anderem um eine zusätzliche Tarifstufe, wie sie die GDL fordert. Außerdem bietet die Bahn eine einmalige Zahlung von 400 Euro an. GDL-Chef Mario Reiß hatte das Angebot der Bahn als zu niedrig kritisiert.