Zeit 12.12.2025
15:24 Uhr

Tapanuli-Orang-Utan: Seltene Orang-Utans nach Flutkatastrophe in Indonesien bedroht


Die Flutkatastrophe in Indonesien hat auch Folgen für das Tierreich: Forschende warnen, dass das Überleben der äußerst seltenen Tapanuli-Orang-Utans in Gefahr sei.

Tapanuli-Orang-Utan: Seltene Orang-Utans nach Flutkatastrophe in Indonesien bedroht
Wissenschaftler fürchten nach der Flutkatastrophe in Indonesien um das Überleben des seltensten Menschenaffen der Welt. Da die Fluten den Lebensraum der Tapanuli-Orang-Utans schwer beschädigt hätten, könnte ihr Überleben in freier Wildbahn gefährdet sein, warnen Forschende. Bei den Überschwemmungen Ende November waren in Indonesien rund 1.000 Menschen gestorben. Die erst 2017 als eigene Art eingestuften Tapanuli-Orang-Utans sind sehr selten: In freier Wildbahn gibt es weniger als 800 Tiere. Sie leben in einem bergigen Waldgebiet der indonesischen Insel Sumatra. Es sei zu befürchten, dass zwischen sechs und elf Prozent der Orang-Utans ums Leben gekommen seien, sagte der Experte Erik Meijaard der Nachrichtenagentur AFP. Bereits eine Sterblichkeitsrate von einem Prozent der ausgewachsenen Tiere könne zum Aussterben der Art führen. Auf Satellitenbildern sei die massive Zerstörung der Berglandschaft zu sehen, in der die Tiere leben. Eine Flut aus Schlamm, Bäumen und Wasser habe alles in ihrem Weg mitgerissen. Angaben von Artenschützern zufolge wurde in dem Gebiet nach den Überschwemmungen bereits ein toter Tapanuli-Orang-Utan gefunden. Experten fordern, in der Tapanuli-Region sofortige Erkundungen durchzuführen, Schutzgebiete auszuweiten und Tieflandwälder wiederherzustellen.