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24.01.2026
23:53 Uhr
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Die Übergangsregierung in Syrien hat die Waffenruhe mit kurdischen Streitkräften verlängert. Grund dafür ist eine Verlegung von IS-Gefangenen in den Irak.

In der Nacht zum Sonntag haben die syrische Regierung und kurdische Kräfte eine auslaufende Waffenruhe um 15 Tage verlängert. Das bestätigten die Übergangsregierung in Damaskus und die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Die Entscheidung wurde laut der SDF durch internationale Vermittlungen erzielt. Das syrische Verteidigungsministerium erklärte, dass dadurch eine US-geführte Verlegung von inhaftierten Mitgliedern der Miliz "Islamischer Staat" (IS) von Syrien in den Irak erleichtert werden solle. In den vergangenen Wochen hat das syrische Militär einige der von den SDF kontrollierten Gebiete im Nordosten des Landes erobert. Damit brachte die Übergangsregierung wichtige Ölfelder, Wasserkraftwerke und einige Einrichtungen mit IS-Gefangenen unter ihre Kontrolle. Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa hatte den vertriebenen SDF-Kämpfern eine Frist bis Samstagabend gesetzt, die Waffen niederzulegen und sich in die nationale Armee zu integrieren.