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25.12.2025
17:04 Uhr
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Wer einkaufen geht, soll laut einem Plan der Grünen mit einer App leichter Preise vergleichen können. Die Gewinnmargen von Supermärkten will die Partei begrenzen.

Die Grünen-Fraktion im Bundestag hat die Einführung einer für Supermärkte verbindlichen Vergleichsapp für Lebensmittel gefordert. So sollen Verbraucher die günstigsten Lebensmittel finden können. "Die großen Supermärkte wären zur Teilnahme an der App verpflichtet, die kleinen könnten freiwillig mitmachen. Die Märkte müssten die Preise melden und Änderungen in Echtzeit dort abbilden", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge der Nachrichtenagentur dpa. "Wenn die Verbraucher sich informieren können, haben sie der Macht der großen Ketten mehr entgegenzusetzen", sagte Dröge. Entsprechende Apps gibt es zwar bereits, sie sind für Supermärkte jedoch nicht verpflichtend. Zudem gibt es keinen Anspruch auf Vollständigkeit. "Für Krisenzeiten wollen wir Möglichkeiten, die Gewinnmargen der Supermärkte zu begrenzen", sagte die Fraktionschefin. Supermärkte schlügen in Krisen auf die höheren Preise in der Regel noch etwas drauf. Hinweis auf kleinere Packungsgrößen Auf Änderungen der Packungsgröße sollten Kundinnen und Kunden gezielt hingewiesen werden, sagte Dröge. "Da könnte zum Beispiel ein Aufkleber drauf, auf dem steht, wann die Packung in welchem Umfang verkleinert wurde. Märkte machen das immer wieder: Sie verkleinern die Packung, der Preis bleibt gleich, und Verbraucher merken das nicht sofort." Preise können Verbraucher heute schon über gesetzlich vorgeschriebene Schildchen, die meist am Supermarktregal hängen, vergleichen: Dort steht, wie viel 100 Gramm oder 100 Milliliter beziehungsweise 1 Kilogramm oder ein Liter eines Produkts kosten. Dabei sei Verbraucherbildung wichtig, sagte Dröge dazu. "Aber es sollte nicht jeder top gebildet und informiert sein müssen, um sich gegen unfaire Preise wehren zu können. So eine App ist etwas Niedrigschwelliges." Landwirte müssten zudem besser gegen unfairen Wettbewerb geschützt werden, sagte Dröge. "Wir wollen zum Beispiel verbieten, dass die Handelsketten Produkte unter den Produktionskosten einkaufen dürfen. Die Landwirte müssen ihre Kosten decken können."