Zeit 12.02.2026
11:08 Uhr

Südsudan: Zehntausende Menschen fliehen vor Gewalt im Südsudan


15 Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Südsudan ist die Gewalt in dem ostafrikanischen Land erneut eskaliert. Das Rote Kreuz spricht von einer großen Fluchtbewegung.

Südsudan: Zehntausende Menschen fliehen vor Gewalt im Südsudan
Im Südsudan sind seit dem Jahreswechsel Zehntausende Menschen vor den dortigen Kämpfen geflüchtet. Das teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in der Hauptstadt Juba mit. Vor allem die Zivilbevölkerung leide unter der Gewalt, die sich besonders in den Bundesstaaten Jonglei, Eastern Equatoria und Central Equatoria verschärft hat. Laut IKRK sind die fliehenden Menschen in überflutetem Gelände unterwegs. Sie sind demnach gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt, es mangele an Nahrungsmitteln. Zwei Drittel der Bevölkerung auf Hilfe angewiesen Zudem meldet das IKRK, seit der Verschärfung des Konflikts mehr als 600 Operationen an Patienten mit Schussverletzungen vorgenommen zu haben. Das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe schätzt, dass in diesem Jahr mehr als zehn Millionen Menschen – rund zwei Drittel der Bevölkerung – im Südsudan auf Unterstützung angewiesen sind. Der Südsudan ist der jüngste Staat Afrikas. Nach seiner Unabhängigkeit im Jahr 2011 hatte ein Bürgerkrieg begonnen, der sieben Jahre später mit einem Abkommen zwischen den Konfliktparteien endete. Mit dem Kompromiss wurde eine gemeinsame Regierung von Präsident Salva Kiir und Vizepräsident Riek Machar gebildet, die sich zuvor in dem Konflikt gegenübergestanden hatten. Seither wurde das Abkommen wiederholt gebrochen und der Machtkampf eskalierte erneut.