Zeit 27.11.2025
12:29 Uhr

Südostasien: Mindestens 55 Tote nach Überschwemmungen in Thailand


Knapp drei Millionen Menschen sind von den Fluten im Süden Thailands betroffen. Die Zahl der Toten steigt. Auch in Sri Lanka starben Menschen durch Überschwemmungen.

Südostasien: Mindestens 55 Tote nach Überschwemmungen in Thailand
Die Zahl der Toten ist bei den schweren Überschwemmungen im Süden Thailands auf 55 gestiegen. Das teilte ein Regierungssprecher mit. Rund eine Million Haushalte und mehr als 2,7 Millionen Menschen seien von den Rekordfluten in zwölf Provinzen des Landes betroffen, teilte die thailändische Katastrophenschutzbehörde mit. Der Regen wurde zwar zur Wochenmitte weniger, die Meteorologiebehörde warnte aber weiterhin vor Sturzfluten im Süden des Landes. Besonders schlimm war die Lage in Hat Yai, der größten Stadt Südthailands, wo Straßen unpassierbar und niedrige Häuser und Autos fast komplett unter dem Wasser verschwunden sind. Der Sender Thai PBS zeigte Drohnenaufnahmen von der Rettung einer Familie von ihrem teilweise eingestürzten Hausdach. Gesundheitsminister Pattana Promphat sagte, im Krankenhaus von Hat Yai sei der Betrieb gefährdet. Wegen des Hochwassers drohten Stromausfälle. Rund 50 Patienten, die beatmet wurden, seien in Militärhelikoptern in andere Kliniken gebracht worden, sagte der Minister. Vermutlich müssten auch 600 weitere Patienten in Sicherheit gebracht werden. Überschwemmungen auch in Malaysia und Indonesien Die Regierung ordnete den Einsatz von Hubschraubern an, um Lebensmittel und Hilfsgüter für Familien abzuwerfen, die in den schwer überschwemmten Gebieten in ihren Häusern eingeschlossen waren. Vielerorts wurden bereits die Vorräte knapp. Auf der indonesischen Insel Sumatra kam es infolge heftiger Regenfälle zu Erdrutschen und Sturzfluten. Tausende Menschen wurden obdachlos. Die Zahl der Toten stieg nach Angaben der örtlichen Behörden zuletzt auf mindestens 61. Zehn weitere Personen werden einem Sprecher der Katastrophenschutzbehörde des Landes zufolge noch vermisst. Man habe bis zu 8.000 Personen in Sicherheit bringen müssen. Besonders schlimm betroffen ist der Bezirk Südtapanuli. Hier wurden mehrere Brücken durch die Wassermassen stark beschädigt. Zahlreiche Straßen sind blockiert. Autos und Trümmerteile trieben in den Fluten. Zu den Menschen in den Regionen Sibolga und Zentraltapanuli bestehe kein Kontakt, da der gesamte Strom ausgefallen sei. Auch Malaysia ist von Überschwemmungen betroffen. Zwei Menschen starben in den Fluten. In an Thailand grenzenden Bundesstaaten wurden Tausende Menschen in provisorische Unterkünfte gebracht. Patienten wurden auf Tragen durch kniehohes Wasser aus einem Krankenhaus gebracht. Schwere Regenfälle in Sri Lanka In Sri Lanka haben schwere Regenfälle indessen Erdrutsche und Überschwemmungen verursacht, mindestens 31 Menschen starben bislang. Nach Angaben des Katastrophenschutzzentrums werden 14 Menschen noch vermisst. In einigen Gegenden des Inselstaates wurde der Bahnverkehr unterbrochen, weil die Gleise durch Steine, Schlamm und Bäume versperrt oder unter Wasser gesetzt waren. Rund 4.000 Familien sind den Behörden zufolge von dem Unwetter betroffen.