Zeit 28.11.2025
12:07 Uhr

Südostasien: Hunderte Tote durch Hochwasser in Thailand und Indonesien


Bei Überschwemmungen in Thailand ist die Zahl der Toten auf mindestens 145 gestiegen. Auf der indonesischen Insel Sumatra starben mehr als 170 Menschen durch Hochwasser.

Südostasien: Hunderte Tote durch Hochwasser in Thailand und Indonesien
Bei schweren Überschwemmungen nach Starkregen sind in Thailand und Indonesien Hunderte Menschen gestorben. Im Süden Thailands stieg die Zahl der Toten auf mindestens 145. Auf der indonesischen Insel Sumatra starben mehr als 170 Menschen. Die meisten Opfer seien ertrunken oder bei Erdrutschen ums Leben gekommen, teilte der Katastrophenschutz mit. Dutzende weitere Bewohner werden auf Sumatra noch vermisst. Thailands Regierungssprecher sagte in Bangkok, in insgesamt acht Provinzen seien Menschen wegen der Überflutungen gestorben . Allein in der Provinz Songkhla habe es nach bisherigem Stand 110 Tote gegeben. Weil sich das Hochwasser in vielen Gebieten zurückziehe, verliefen die Such- und Rettungseinsätze inzwischen erfolgreicher, sagte er. Vor allem in Songkhla wurde das Ausmaß der Flutkatastrophe erst mit dem Rückgang der Pegelstände deutlich. Die Regierung rief den Ausnahmezustand aus. Örtliche Medien veröffentlichten Aufnahmen von Rettungskräften, die in zuvor überschwemmten Gebieten weitere Leichen bargen, insbesondere in Hat Yai, der größten Stadt im Süden des Landes. Mehr als 1,2 Millionen Haushalte und insgesamt 3,6 Millionen Menschen seien in zwölf südlichen Provinzen Thailands vom Hochwasser betroffen, hieß es weiter. In den meisten Gebieten sei das Hochwasser weitgehend abgeflossen, in einigen Regionen sei die Lage aber weiterhin angespannt. Die thailändische Wetterbehörde teilte mit, der Regen im Süden habe abgenommen, örtlich seien aber weiter Gewitter möglich. Hilfe erreicht Hochwasseropfer nur langsam Einige der betroffenen Regionen sind immer noch schwer zu erreichen. Rettungskräfte versuchten, in zwölf Städte und Bezirke in Nordsumatra vorzudringen, sagte der Sprecher der indonesischen Katastrophenschutzbehörde. Ein Polizeisprecher sagte, neben den Schlammmassen machten auch Stromausfälle und ein Zusammenbruch der Telekommunikationsnetze den Helfern zu schaffen. Brücken und Straßen wurden von Wasser und Erdrutschen zerstört. Vielerorts fehlt es an schwerem Gerät, um die Wege freizubekommen. Besonders betroffen sind die Regionen Aceh sowie der Norden und Westen der indonesischen Insel. Starke Regenfälle hatten Flüsse zum Überlaufen gebracht und Sturzfluten sowie Schlammlawinen ausgelöst. Tausende Familien mussten auf der sechstgrößten Insel der Welt in Notunterkünften Schutz suchen. Die indonesische Meteorologiebehörde warnte, dass es wegen des tropischen Zyklons in Indonesien auch in den kommenden Tagen noch viel Regen geben werde. Starke saisonale Regenfälle von etwa Oktober bis März führen in Indonesien häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen.