Zeit 20.12.2025
21:54 Uhr

Südamerika: USA beschlagnahmen offenbar weiteres Schiff vor der Küste Venezuelas


Laut Medien hat die US-Küstenwache ein weiteres Schiff beschlagnahmt. Hintergrund ist möglicherweise eine von US-Präsident Trump verkündete Seeblockade.

Südamerika: USA beschlagnahmen offenbar weiteres Schiff vor der Küste Venezuelas
Die USA haben ‌in internationalen Gewässern vor der Küste Venezuelas nach übereinstimmenden Medienberichten einen Öltanker beschlagnahmt. Das berichten unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters und NBC News jeweils unter Berufung auf US-Beamte. Die US-Küstenwache ​führt die Operation an. Laut dem TV-Sender NBC unterstützt das US-Militär die Aktion, indem Angehörige der Küstenwache aus Armee-Hubschraubern abgesetzt werden. Wie die New York Times berichtet, war der beschlagnahmte Tanker The Centuries unter der Flagge Panamas unterwegs. Er habe venezolanisches Öl nach China transportieren sollen und stehe nicht auf der Liste von seitens der USA sanktionierten Schiffen. Das US-Verteidigungsministerium und die Küstenwache verwiesen für Stellungnahmen an das Weiße ⁠Haus, das zunächst keinen ​Kommentar abgab. Auch vom venezolanischen Ölministerium und dem staatlichen Ölkonzern PDVSA lag zunächst keine ⁠Reaktion vor. Die Beschlagnahmung erfolgt wenige Tage nach einer Ankündigung von US-Präsident Donald Trump : "Ich ordne eine totale und vollständige Blockade aller sanktionierten Öltanker an, die Venezuela anlaufen oder verlassen", hatte Trump am Dienstag gesagt. ​Seit der ersten Beschlagnahmung eines Tankers in der vergangenen Woche sind die venezolanischen ‍Rohölexporte stark zurückgegangen. US-Justizministerin Pam Bondi und FBI-Direktor Kash Patel erklärten damals, das Schiff sei Teil eines illegalen Netzwerks gewesen, das Öl zur Unterstützung ausländischer Terrororganisationen transportiert habe. Die Regierung von Venezuela hatte die Erstürmung scharf verurteilt: Der Einsatz sei "ein dreister Raubüberfall und ein Akt internationaler Piraterie", hieß es in einer Stellungnahme des Außenministeriums. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.