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24.11.2025
11:55 Uhr
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Der Chef des sudanesischen Militärs hat einen Waffenruhevorschlag als "inakzeptabel" zurückgewiesen. Die USA und arabische Staaten versuchen, in dem Krieg zu vermitteln.

Der Militärchef im Sudan hat einen von den USA und anderen Vermittlern eingebrachten Vorschlag für eine Waffenruhe abgelehnt. General Abdel Fattah al-Burhan bezeichnete den Vorstoß in einem Video als "das bislang schlimmste Dokument". Der Vorschlag sehe die Auflösung des Militärs sowie von Sicherheitsbehörden vor, während die paramilitärische Miliz Rapid Surport Forces (RSF) bestehen bleibe, sagte al-Burhan. "Wenn die Vermittlung in diese Richtung weitergeht, werden wir sie als voreingenommene Vermittlung betrachten." Al-Burhan kündigte an, dass das Militär einer Feuerpause erst zustimmen werde, wenn sich die RSF vollständig aus zivilen Gegenden zurückzögen. Bei den Vermittlern handelt es sich neben den USA um Saudi-Arabien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach Angaben eines Beraters der USA für afrikanische Angelegenheiten, Massad Boulos, sieht der Vorschlag eine drei Monate lange humanitäre Feuerpause vor. Danach soll es einen neun Monate langen politischen Prozess geben. Die RSF haben der Feuerpause zugestimmt. Sie werden für Gräueltaten unter anderem in der Stadt Al-Faschir verantwortlich gemacht. Kritik an der Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate Seit April 2023 kämpfen im Sudan das Militär und die einflussreiche Truppe der RSF gegeneinander. Zuvor war ein Machtkampf der beiden Konfliktparteien eskaliert. Die Kämpfe haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation mindestens 40.000 Menschen das Leben gekostet und etwa zwölf Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Hilfsorganisationen nehmen an, dass die tatsächliche Opferzahl um ein Vielfaches höher sein könnte. Militärchef Al-Burhan beschuldigte den US-Berater Boulos, dem Militär "irgendwelche Bedingungen" aufzuzwingen. "Wir befürchten, dass Massad Boulos ein Hindernis für den Frieden sein wird, den alle Sudanesen anstreben." Außerdem kritisierte er die Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Jeder habe gesehen, dass die Emirate die RSF unterstützt hätten, sagte al-Burhan. Dabei geht es um Berichte, dass die VAE Waffen an die RSF geliefert haben sollen. Die Emirate bestreiten das. Der General wies zudem Vorwürfe zurück, das sudanesische Militär habe Chemiewaffen gegen die RSF eingesetzt. Diese Anschuldigung hatte im Mai d ie Regierung von US-Präsident Donald Trump erhoben .