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07.12.2025
11:12 Uhr
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Bei einem Angriff auf Kalogi im Süden des Sudan wurden 79 Menschen getötet, 43 davon waren Kinder. Der Verwaltungschef macht die RSF-Miliz für den Angriff verantwortlich.

Im Sudan sind bei Drohnenangriffen auf die Ortschaft Kalogi 79 Menschen getötet worden. 43 davon waren Kinder, wie das sudanesische Außenministerium mitteilte. Bei dem Angriff am Donnerstag seien unter anderem ein Kindergarten und ein Krankenhaus beschossen worden, sagte der Verwaltungschef des Ortes, Essam al-Din al-Sajed, der Nachrichtenagentur AFP. Kalogi liegt im südlichen Bundesstaat Südkordofan, die Ortschaft wird von der Armee kontrolliert. Die Zahl der Toten liegt damit höher als bislang angenommen. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hatte am Freitag mitgeteilt, bei dem Angriff seien mehr als zehn Kinder im Alter zwischen fünf und sieben Jahren getötet worden. Am Samstag meldete ein Ärzteverband mindestens 50 Tote, darunter 33 Kinder. Der Verwaltungschef von Kalogi machte für die Angriffe die mit der Armee verfeindete RSF-Miliz sowie die mit der RSF verbündete Gruppierung SPLM-N verantwortlich, die einen Großteil von Südkordofan kontrolliert. Die Angriffe hätten zunächst den Kindergarten, danach das Krankenhaus und dann Menschen getroffen, die "die Kinder in Sicherheit bringen wollten". Gefechte in Region Kordofan In den vergangenen Wochen wurden in den Staaten Nordkordofan, Westkordofan und Südkordofan Hunderte Zivilisten getötet. Die Gefechte verlagerten sich nach der Einnahme der belagerten Stadt Al-Faschir durch die RSF von der Region Darfur auf die Region Kordofan. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, warnte, dass es in Kordofan zu ähnlichen Gräueltaten wie in Al-Faschir kommen könnte. In der Stadt häufen sich Berichte über Massenmorde an Zivilisten, Hinrichtungen, sexuelle Gewalt und andere Kriegsverbrechen . Die paramilitärische Gruppe RSF und das sudanesische Militär befinden sich seit mehr als zwei Jahren im Krieg . Der Machtkampf war im April 2023 in einen offenen Bürgerkrieg ausgeartet, der zu Kämpfen in der Hauptstadt Khartum und in anderen Landesteilen führte. UN-Angaben zufolge wurden mehr als 40.000 Menschen getötet. Hilfsorganisationen gehen davon aus, dass die tatsächliche Opferzahl um ein Vielfaches höher liegt.