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05.02.2026
11:02 Uhr
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Durch heftige Stürme sind in Portugal und Spanien bereits mehrere Menschen ums Leben gekommen. In Portugal beläuft sich der entstandene Schaden auf vier Milliarden Euro.

In Portugal ist durch ein neues Sturmtief ein weiterer Mensch ums Leben gekommen. Ein 70-Jähriger sei tot in seinem Auto gefunden worden, das in einem Fluss in der Gemeinde Serpa unter Wasser gelegen habe, meldete die Nachrichtenagentur Lusa. Serpa liegt gut 200 Kilometer südöstlich von Lissabon. Damit stieg die Zahl der Toten infolge von Stürmen seit der vergangenen Woche auf elf. Allein fünf Menschen starben während der Aufräumarbeiten. Die Atlantiktiefs Kristin und Leonardo verursachten darüber hinaus erhebliche Schäden . Portugals Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida bezifferte die Schadenssumme im TV-Sender RPT auf mehr als vier Milliarden Euro. Er sprach von einem "spürbaren Schock für die Wirtschaft". Mehrere Fabriken seien so stark zerstört, dass sie neu gebaut werden müssten. Das Tief Kristin war vergangene Woche mit Windgeschwindigkeiten von teils mehr als 200 Kilometern pro Stunde über Portugal hinweggezogen. Milliardenschäden und Hilfspakete für die Industrie Die Region Leiria und Marinha Grande, eines der wichtigsten Industriezentren Portugals, gehörte zu den am stärksten vom Sturm betroffenen Gebieten. Die Regierung genehmigte am Sonntag ein 2,5 Milliarden Euro schweres Hilfspaket mit Krediten und Förderungen, um Menschen und Unternehmen beim Wiederaufbau nach dem Sturm zu helfen. Betroffene Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter erhalten während des Wiederaufbaus staatlich finanzierte Ausgleichszahlungen, um Entlassungen zu verhindern. Mehrere Dörfer waren in Portugal durch die Überschwemmungen des neuen Tiefs Leonardo von der Außenwelt abgeschnitten. Flüsse traten über die Ufer, Schulen mussten geschlossen bleiben und der Straßen- und Bahnverkehr wurde vor allem durch Erdrutsche und umgestürzte Bäume behindert. Region Málaga in Spanien betroffen Leonardo sorgt seit Mittwoch auch in Spanien mit Starkregen und stürmischen Winden vor allem im Süden für chaotische Verhältnisse. In der Region Málaga wurde weiter nach einer jungen Frau gesucht, die bei dem Versuch, ihren Hund aus dem Fluss Turvilla zu retten, von den Wassermassen mitgerissen worden war. In Andalusien mussten Tausende Bewohner tiefergelegener Regionen wegen drohender Überschwemmungen in Sicherheit gebracht werden, Schulen blieben geschlossen und der Bahn- und Straßenverkehr war stark beeinträchtigt. In beiden Ländern sind die Böden komplett gesättigt und können kaum noch Wasser aufnehmen. Für die kommenden Tage werden weitere Unwetter befürchtet.