Zeit 05.02.2026
15:56 Uhr

Stromversorgung: Großbrand in Darmstädter Helmholtzzentrum verzögert Forschungsvorhaben


Auf einer Helmholtz-Anlage zur Teilchenbeschleunigung ist ein Brand ausgebrochen. Für 2027 geplante Experimente sind dadurch gefährdet.

Stromversorgung: Großbrand in Darmstädter Helmholtzzentrum verzögert Forschungsvorhaben
Ein Feuer beim Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt hat die Stromversorgung einer bestehenden Anlage zur Teilchenbeschleunigung beschädigt. Das GSI ist ein Großforschungszentrum für Kern‑, Atom‑, Material‑ und Biophysik. Auf dem Gelände entsteht derzeit eine weitere Anlage zur Teilchenbeschleunigung. Sie soll helfen, Fragen etwa der Raumfahrt und der Medizin zu erforschen . Der Brand brach durch einen Kurzschluss aus. Nach Auskunft des hessischen Forschungsministers Timon Gremmels (SPD) wird der Vorfall zu Verzögerungen bei einem internationalen Forschungsvorhaben führen. Internationales Forschungsprojekt kostet rund 3,3 Milliarden Euro Der Termin für einen Probelauf des neuen Teilchenbeschleunigers war für Ende des Jahres geplant. Welche Auswirkungen das Feuer auf das Großprojekt in Gänze habe, müsse abgewartet werden, sagte der Minister. "Insofern ist das heute auch ein schwarzer Tag für den Forschungsstandort." Man gebe alles, damit das Großprojekt höchstens zeitlich etwas verzögert werde. Der neue Teilchenbeschleuniger trägt den Namen Fair (Facility for Antiproton and Ion Research; Anlage zur Forschung mit Antiprotonen und Ionen). Es handelt sich um ein internationales Kooperationsprojekt mit Kosten von rund 3,3 Milliarden Euro . Ende 2027 sollte mit ersten Experimenten und Ende 2028 auch mit dem neuen 1,1 Kilometer langen Beschleunigerring geforscht werden. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. 160 Feuerwehrleute waren im Einsatz, der Brand verursachte einen erheblichen Schaden.