Zeit 04.01.2026
20:53 Uhr

Stromausfall in Berlin: Regierender Bürgermeister bezeichnet Strom-Anschlag als Terrorismus


Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner stuft den folgenreichen Anschlag auf die Stromversorgung als Terrorismus ein. Auch das Bundeskriminalamt ist eingeschaltet.

Stromausfall in Berlin: Regierender Bürgermeister bezeichnet Strom-Anschlag als Terrorismus
Für den Regierenden Bürgermeister von Berlin , Kai Wegner, hat der Anschlag auf die Stromversorgung der Hauptstadt die Schwelle zum Terrorismus überschritten. "Das ist nicht nur eine Brandstiftung oder Sabotage. Das ist schon Terrorismus", sagte der CDU-Politiker in der Abendschau des RBB-Fernsehens. "Es war eine linksextremistische Gruppe, die einmal mehr unsere Infrastruktur angegriffen hat und damit auch das Leben von Menschen bedroht hat, von älteren Menschen, die vielleicht Beatmungsgeräte brauchen, von Familien mit kleinen Kindern", so Wegner. "Und wir müssen diese Täter jetzt schnappen." Auch Bundesbehörden eingeschaltet Polizei , Landeskriminalamt und Verfassungsschutz sind laut Wegner eingeschaltet. "Wir sind auch im Austausch mit dem Bundeskriminalamt , mit der Bundesebene, weil das ist ja hier kein Spaß, sondern hier ist ein terroristischer Anschlag passiert." Jetzt müsse der Druck erhöht werden, um die Täter dingfest zu machen. Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke am Teltowkanal, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte, waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Mittlerweile ist die Versorgung für etwa 14.000 Haushalte und knapp 500 Gewerbekunden wiederhergestellt, so der Betreiber Stromnetz Berlin. Auch mehrere große Krankenhäuser sind wieder am Netz. Die übrigen Kunden müssen sich im schlimmsten Fall bis Donnerstagnachmittag gedulden. Bis dahin soll es nach Angaben des landeseigenen Unternehmens dauern, ehe alle Betroffenen wieder Strom bekommen.