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11.02.2026
09:41 Uhr
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Im vergangenen Jahr haben fast 500 Millionen Menschen Übernachtungen gebucht. Die meisten Gäste in Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen kamen aus dem Inland.

Trotz der schlechten Konjunktur hat die deutsche Tourismusbranche im vergangenen Jahr einen Rekord bei den Gästeübernachtungen erzielt. Aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes geht hervor, dass es 497,5 Millionen Übernachtungen gab – 0,3 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024. Besonders viele Übernachtungen wurden im Dezember verzeichnet: Die Betriebe meldeten rund 32 Millionen Übernachtungen. Das waren 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert, der jemals im Dezember erreicht wurde. Dabei stammten 413,7 Millionen Gäste aus dem Inland , also 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Die Zahl der ausländischen Gäste lag dagegen bei 83,8 Millionen und damit 1,8 Prozent niedriger als 2024. Ein Grund dafür könnte die Europameisterschaft im Sommer 2024 gewesen sein, die viele Besucher aus dem Ausland angezogen hatte. Insgesamt lag der Anteil ausländischer Gäste am Gästeaufkommen bei 16,8 Prozent. Campingurlaub beliebter als Hotels Die Zahlen zeigen, dass Campingurlaub nach wie vor beliebt ist: Die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen stieg um 4,2 Prozent auf insgesamt rund 44,7 Millionen. Vor allem im Vergleich zu vor Corona ist die Zahl deutlich gestiegen – um rund 25 Prozent. Hotels, Gasthöfe und Pensionen verzeichneten dagegen einen leichten Rückgang von rund 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen in Ferienunterkünften blieb mit knapp 97 Millionen etwa gleich. Weitere Unterkünfte wie Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sowie Schulungsheime verzeichneten ein Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Verband warnt vor Überlastungen in Tourismusregionen Vor dem Hintergrund dieser Zahlen warnte der Deutsche Tourismusverband (DTV) vor mangelnden Investitionen. "Entlasten Bund und Länder die Kommunen nicht, droht die Basisinfrastruktur in den Tourismusregionen zu bröckeln", sagte DTV-Präsident Reinhard Meyer. Dies könnte die erfolgreiche Entwicklung des Deutschlandtourismus gefährden. Die Übernachtungszahlen von 2005 bis 2025 stiegen um mehr als 150 Millionen. "Die touristische Infrastruktur muss mit der steigenden Nachfrage Schritt halten", teilte Meyer weiter mit. Andernfalls drohten Überlastungen in den Tourismusregionen und ein Imageschaden für das Reiseland Deutschland.